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Aktienquote des ETF-Dachfonds P im August stark reduziert

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Die Unsicherheiten am Markt führten beim ETF-Dachfonds P (DE0005561674) nach Angaben des Fondsmanagements zu erheblichen Umschichtungen von Aktien in Anleihen, heißt es im Marktkommentar August. So betrug die Anleihenquote per Ende August 65,3 Prozent. Und die defensive Ausrichtung wird nach Angaben der Fondsmanager Markus Kaiser und Thorsten Winkler von Veritas Investment Trust beibehalten.

„Im August kam es zu einem teils panikartigen Ausverkauf an den internationalen Aktienmärkten. Besonders dramatisch fielen die Kursverluste in Europa aus. So verlor der deutsche Aktienindex DAX im Monatsverlauf über 19%. Auslöser des Kursbebens war eine Herabstufung des Bonitätsratings der USA durch die Rating-Agentur Standard & Poors (S&P). Noch zu Monatsbeginn hatte es nach einer Entspannung bei der US-Schuldenproblematik ausgesehen, nachdem sich die Regierungund die Opposition nach zähen Verhandlungen auf eine Anhebung der gesetzlichen Schuldenobergrenze geeinigt hatten, um eine Zahlungsunfähigkeit der USA abzuwenden. Die zusammen mit der neuen Schuldengrenze vereinbarten Pläne zur Haushaltskonsolidierung gingen der Rating-Agentur offensichtlich nicht weit genug und wurde durch die selbige mit einer Aberkennung des erstklassigen Bonitätsratings „AAA“ für die USA quittiert. In der Folge kam es zu einer ersten Ausverkaufswelle an den Aktienmärkten“, berichtet das Fondsmanagementteam um Markus Kaiser und Thorsten Winkler von Veritas Investment Trust in ihrem August-Marktkommentar zum ETF-Dachfonds P.

„Zahlreiche weitere Hiobsbotschaften verschärften im Monatsverlauf den Abwärtstrend. So sorgten sich die Marktteilnehmer über die weltweit abschwächende Konjunktur sowie über die Verschärfung der Schuldenkrise in Europa. Bereits in der ersten Woche desMonats, vor Beginn der Marktturbulenzen lösten unsere Modelle taktische Verkaufssignale aus. Diese führten im ersten Schritt allerdings lediglich zu einer Reduktion der Aktienquote auf 75%. So wurden wir von dem abrupten Absturz, insbesondere des US-Marktes überrascht, denn die US-Indizes hatten sich bis dato seit Jahresbeginn sehr stabil gezeigt. In der Folge des Aktiencrashs in der zweiten Augustwoche wurden strategische Verkaufssignale generiert und schrittweise umgesetzt. Aufgrund der starken Kursrückgänge war eine Vielzahl der Märkte allerdings überverkauft, was kurzfristig eine antizyklische Positionierung von bis zu 25% rechtfertigte“, heißt es weiter.

Aus diesem Grund sei die Aktienquote zunächst auf 25% reduziert worden, mit dem Ziel, die weiteren Verkäufe im Zuge einer technischen Erholung auf höherem Kursniveau zu tätigen. Diese Reduzierung des Aktienengagements sei dann in der dritten Augustwoche sukzessive auf ein Minimum in Höhe von knapp 3% erfolgt. Die Erlöse aus den Verkäufen wurden nach Angabe des Fondsmanagements überwiegend in Renten-ETFs investiert, die die Kursentwicklung deutscher Staatsanleihen replizieren. Ende August sei der ETF-DACHFONDS noch mit 3% in Aktien-ETFs auf Goldminenaktien investiert gewesen und habe somit direkt von den steigenden Goldpreisen profitieren können. Ferner sei ein breit diversifizierter Rohstoff-ETF mit 2,4% im Portfolio gewichtet gewesen. Die Rentenquote habe 65,3% betragen. Zur weiteren Positionierung des Fonds heißt es: „Die defensive Ausrichtung werden wir beibehalten, bis sich wieder ein positiveres Umfeld für Aktienanlagen bietet.“