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Aktives ETF-Konzept

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Fast täglich erreichen Anleger neue Hiobsbotschaften. Phasen von aufkeimender Hoffnung und sich wieder breit machender Enttäuschung wechseln sich pausenlos ab. Für Privatanleger, die nicht täglich das Börsengeschehen verfolgen, wird es in solchen Zeiten schwer. Der Fonds PRIMA Strategie kann eine Lösung darstellen.

Um Risiken im Portfolio zu mindern, hilft die Streuung der Anlagen über verschiedene Assetklassen. Und auch innerhalb dieser sollte man zudem hinsichtlich der Anlageregionen, Währungen und Finanzinstrumente diversifizieren. Doch dies ist leichter gesagt als getan. Welche Anlageregionen sollte ich jetzt bevorzugen und stark gewichten, was passt zu meinem Anlagetyp? Fragen, die nicht immer leicht zu beantworten sind.

Ein- und Ausstiegszeitpunkt erkennen

Die Salzburger PRIMA Funds Kapital Privat AG als Anlageberater legte daher im März 2010 den aktiv gemanagten PRIMA Strategie (WKN: A1CSH1) auf, der als Hauptschwerpunkt in ETFs investiert. Fondsgesellschaft ist die Luxemburger IPConcept Fund Management S.A. Ziel des Fonds ist eine längerfristig attraktive Rendite deutlich über der am Geldmarkt, ohne dass dafür allzu große Wertschwankungen in Kauf genommen werden müssen. Das heißt, der Fonds ist eher sicherheitsbetont, verschenkt aber trotzdem nicht Chancen in offensiveren Anlageinstrumenten. Dabei streut er Chancen und Risiken über die verschiedenen Assetklassen (Aktien, Anleihen, Rohstoffe), Regionen, Branchen und Wertpapieremittenten hinweg. Mindestens 20 Prozent des Fondsvermögens müssen aus Sicherheitsgründen stets in Anleihen oder Rentenfonds angelegt werden, über den Rest entscheidet in letzter Konsequenz der Fondsmanager entsprechend der jeweiligen Marktsituation. Neben dem Hauptanlageinstrument ETFs können auch sinnvolle aktiv gemanagte Fonds oder Einzelanleihen beigemischt werden. Die Auswahl erfolgt auf Basis eines eigens dafür ausgetüftelten regelbasierten Trendfolgesystems. Beobachtet werden rund 400 weltweite Indizes aus allen im Universum befindlichen Anlageklassen. Je nach Marktsituation gibt das eigens dafür konzipierte System entsprechende Kauf- und Verkaufssignale. Die letzte Entscheidung trifft jedoch das Fondsmanagementteam um Werner Gieswein. Zur Begrenzung von Verlusten werden zudem noch ein dynamisches Stopp-LossSystem sowie eine Risk-Reward-Strategie verwendet. Bereits schon zum Kauf werden so bestimmte Kursuntergrenzen festgelegt. Werden diese unterschritten, wird der entsprechende Anteil verkauft, steigen die Kurse, werden die Schwellen automatisch nach oben angepasst, so dass Gewinne gesichert werden.

Aktuell sehr defensiv ausgerichtet

In dem aktuell sehr volatilen Marktumfeld ist der Anleiheanteil im Fonds aus sicherheitstechnischen Erwägungen mit 66 Prozent sehr hoch. Die Aktienquote fällt dagegen mit 31 Prozent (Stand: 17. Juli 2012) vergleichsweise gering aus. Zwischenzeitlich sank sie sogar auf 17 Prozent. Die restlichen 3 Prozent entfallen auf Barmittel.

Entwicklung des PRIMA Strategie Fonds (WKN: A1CSH1)

PrimaFonds

Dividendentitel bevorzugt

Knapp die Hälfte des Aktienanteils, sprich rund 15 Prozent der investierten 31 Prozent, entfällt auf europäische Aktien. Auch die USA ist mit knapp einem Viertel (7 von 31 Prozent) vergleichsweise stark gewichtet. Dabei spielt laut Gieswein neben der Kurs- auch die US-Dollar-Aufwertungsfantasie gegenüber dem kriselnden Euro eine wichtige Rolle. Der Rest des Aktienanteils verteilt sich gleichmäßig zu jeweils drei Prozent auf die Anlageregionen Asien/Pazifik, Emerging Markets und Afrika. Die stärkste Gewichtung in Europa hat Deutschland, speziell der MDAX. Die größten Chancen global sieht man derzeit in den Bereichen Nahrungs- und Genussmittel sowie Industriegüter. Auch asiatisch/pazifische und US-Dividendentitel stehen im Fokus.

Unternehmensanleihen im Fokus

Im Anleihenanteil signalisiert das Trendfolgesystem derzeit die größten Chancen im Bereich Unternehmensanleihen. Knapp die Hälfte des Bereichs Renten entfällt auf dieses Segment. Auch hier werden deutsche Papiere mit Investmentgrade bevorzugt. Ein vergleichsweise hoher Anteil mit 9 Prozent entfällt zudem auf den aktiv gemanagten und mit Bestnoten bedachte Renten-Publikumsfonds M&G Optimal Income, einem weltweit investierenden Mischfonds, der mindestens 50 Prozent in Schuldinstrumenten anlegt, aber auch in Teilen in andere Vermögenswerte wie Geldmarktinstrumente, Barmittel, Aktien oder Derivate.

Die eingeschlagene Strategie scheint sich zu bewähren. Seit Jahresbeginn ist der PRIMA Strategie trotz häufigem Auf und Ab mit 5,7 Prozent im Plus.

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