Die Lebenserwartung in Deutschland steigt pro Jahr um drei Monate – ein Fakt, der die Deutschen freuen sollte. Doch gleichzeitig steigen die Gesundheitskosten und es scheint zunehmend unmöglich, seinen Lebensstandard mit der gesetzlichen Rente zu sichern. Das resultiert darin, dass viele Deutsche sich Sorgen um ihre Rente machen. Das bestätigt auch das Ergebnis des „AXA Deutschland-Report 2018“. Nicht nur deshalb vertritt Jochen Scheffler, Vermögenspartner bei Prospery ( Zum Testbericht) die Meinung, dass sich jeder frühzeitig Gedanken um die Absicherung im Alter machen sollte: „So früh wie möglich an die eigene Altersvorsorge zu denken, ist heute wichtiger denn je. Nur so kann der „Zinseszinseffekt“ seine volle Wirkung entfalten. Und dieser ist neben einer professionellen Vermögensplanung ein wichtiges Werkzeug, das Anleger nutzen sollten.“

Rücklagen bilden und Sparrate festlegen

Doch wie genau sollte man vorgehen, um einen sorgenfreien Ruhestand genießen zu können? „Als allererstes sollte jeder, so früh es geht, ausreichend Liquidität ansparen“, rät Scheffler. Es empfehle sich, einen Kapitalpuffer von drei bis sechs Monatsgehältern beiseite zu legen mit dem man unvorhergesehene Ausgaben abferdern könne. Erst nachdem man eine solche Rücklage gebildet hat, sollte man laut Scheffler an Altersvorsorge denken. „Viele denken beim Thema Altersvorsorge an ein Tages- oder Festgeldkonto, ein Sparbuch oder einen Sparbrief. Diese stellen zwar eine sichere Anlagemöglichkeit dar, bringen aber mit 0,1 bis 0,5 Prozent p.a. kaum Zinsen“, so Scheffler. Eine gute Alternative seien Scheffler zufolge hingegen Fondssparpläne: „Um effektiv vorzusorgen sollte jeder eine bestimmte Sparrate festlegen – diese sollte in einem ausgewogenen Verhältnis zum eigenen Lebensstandard stehen – und dann in eine Kapitalanlage wie einen Fondssparplan investiert werden.“

Die richtige Strategie für die Altersvorsorge wählen

Eine Unsicherheit stellen für Anleger nach wie vor die mit verschiedenen Anlagen und Assetklassen verbundenen Risiken dar. Aus diesem Grund sollten sie das Risiko, zu dem das Geld angelegt wird und auch den Anlagezeitraum genau definieren. „Mit einem Blick auf die Altersvorsorge halten wir es für sinnvoll, in ein breit gestreutes Wertpapierportfolio zu investieren. Dabei kann die Aktienquote ruhig höher liegen, als es die bekannte goldene Regel „100-Lebensalter = Aktienquote“ besagt“, erläutert Scheffler. Grund hierfür sei, dass viele Anleger auch im Ruhestand noch über einen ausreichend langen Anlagehorizont verfügen und eine höhere Aktienquote so zu rechtfertigen ist. Die Strategie sollte jedoch abhängig von Ausgaben- und Einkommensniveau, Einkommenslücke und verfügbarem Vermögen variieren.

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Uwe Görler ist seit dem Jahr 2011 Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“, die Online-Plattform extra-funds.de und diverse Medienprojekte der Isarvest GmbH rund um das Thema ETFs und Robo-Advisors. Davor schrieb der gebürtige Dresdner in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und verfasste Beiträge zu den Themenbereichen Wirtschaft & Finanzen sowie Gesundheit für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.