Europäische Anleger bevorzugten im laufenden Jahr ETFs auf Anleihen.

Bis Ende September sind dem europäischen ETF-Markt seit Jahresbeginn Nettomittel in Höhe von 29 Milliarden Euro zugeflossen. Das geht aus der Amundi-Marktstatistik hervor. Diese gibt Aufschluss zu den globalen und europäischen Netto-Kapitalflüssen im ETF-Markt per Ende September 2016 sowie seit Jahresbeginn.

Unternehmensanleihen laut aktueller Amundi-Marktstatistik bevorzugt

Renten-ETFs dominieren dabei mit Zuflüssen von 24,5 Milliarden Euro klar, während Aktien-ETFs nur 2,7 Milliarden Euro gewannen. Die Zuflüsse in Renten-ETFs konzentrieren sich auf Unternehmensanleihen (14 Milliarden Euro seit Jahresbeginn), wobei europäische vor US-Unternehmensanleihen rangieren (5,4 Milliarden Euro versus 3,4 Milliarden Euro). Staatsanleihen verbuchten Zuflüsse von 5,3 Milliarden Euro, wobei der geografische Fokus stark divergiert. 6,7 Milliarden Euro flossen in Emerging Markets, während Staatsanleihen der Eurozone 1,5 Milliarden Euro Abflüssen hinnehmen musste. Die Nachfrage nach Staatsanleihen aus Emerging Markets hat sich im September mit einem Plus von 1,3 Milliarden Euro weiter fortgesetzt.

Schwellenländeraktien haben die Nase vorn

Auf der Aktienseite präferieren Anleger laut der Amundi Marktstatistik seit Jahresbeginn einzelne Schwellenländer(-regionen), denen Mittel in Höhe von 6 Milliarden Euro zuflossen, gefolgt von Smart-Beta-ETFs mit Zuflüssen von 5,7 Milliarden Euro. Bei individuellen Länder-Aktien-ETFs dominiert Großbritannien mit einem Plus von 1,3 Milliarden Euro. Die höchsten Abflüsse mussten ungehedgte Eurozonen-Aktien-ETF mit einem Minus von 4,7 Milliarden Euro sowie gehedgte Eurozonen-Aktien-ETF mit einem Minus von 1,4 Milliarden Euro hinnehmen.

Aktien mit geringe Wertschwankungen sehr beliebt

Bei Smart-Beta-ETFs liegen Minimum-Volatility-ETFs auf Jahressicht mit einem Plus von 2,9 Milliarden Euro trotz einiger negativer Monate vorn. Dividenden-ETFs verbuchten Zuflüsse von 1,5 Milliarden Euro und haben sich vor Multi-Faktor-ETFs geschoben.

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Uwe Görler ist seit dem Jahr 2011 Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“, die Online-Plattform extra-funds.de und diverse Medienprojekte der Isarvest GmbH rund um das Thema ETFs und Robo-Advisors. Davor schrieb der gebürtige Dresdner in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und verfasste Beiträge zu den Themenbereichen Wirtschaft & Finanzen sowie Gesundheit für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.