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April-Ausgabe des EXtra-Magazins erschienen

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cover_april2012Auch wenn der Markt inzwischen wieder ein wenig korrigiert hat, können Anleger dank der enormen Geldflutung durch die europäische Zentralbank mit der bisher in diesem Jahr erzielten Rendite mehr als zufrieden sein. Von Entwarnung kann jedoch angesichts der nach wie vor bestehenden Probleme in der Euro-Schuldenkrise keinesfalls die Rede sein, so sind sich die Vermögensverwalter des Round-Table-Gesprächs mit dem EXtra-Magazin, das am heutigen Tage erschienen ist, in Stuttgart einig (Seite 8/9).

Denn mit diesen EZB-Maßnahmen werde sich lediglich Zeit erkauft. Investoren sollten deshalb nach kräftigen Gewinnen im DAX von rund 20 Prozent auch mal Gewinne mitzunehmen.

Vermögensverwalter  Round-Table: „Die Börsen sind politischer geworden“

Die politischen Unwägbarkeiten bleiben nach Meinung der Diskussionsteilnehmer weiterhin hoch. „Das Problem ist, dass bestimmte Peripherieänder in der Euro-Zone nicht mehr die geld- und devisenpolitische Hoheit haben. Auf Sicht mehrerer Quartale haben wir wohl konjunkturellen Rückenwind. Das erleichtert diesen Ländern und der Eurozone insgesamt, diesen Krisenmodus etwas zu entspannen. Das Problem wird uns aber wahrscheinlich wieder einholen. Denn die wahre Ursache ist, dass die südeuropäischen Länder nicht wettbewerbsfähig sind“, meint Dr. Bernd Früh von Tiberius.

Zunehmende Unsicherheit am Aktienmarkt sieht mancher Teilnehmer begründet in politischer gewordenen Börsen und damit verbundenen uneffizienteren Märkten: „Der in den vergangenen Jahren gezahlte Preis war nicht nur ein Finanzbetrag in Milliardenhöhe, sondern auch ein massiver Demokratieabbau. Wir haben quasi eine Notenbank, die über allem steht, wir haben ineffizientere Märkte, als wir sie vorher hatten, die Korrelation funktioniert überhaupt nicht mehr, weil der Markt nur noch von Angst und der Politik betrieben ist. Der Glaube an das System ist bei vielen verloren gegangen“, ist sich Dietmar Zantke von Zanktke & Cie. sicher.

Gerade für Anleger bedeute dies künftig, nicht allein auf die Höhe der Rendite zu sehen, sondern vorrangig sein Kapital auch über Krisenzeiten zu sichern. „Gerade der Aspekt Zugriff des Staates auf das Vermögen der Anleger wird aus meiner Sicht ein ganz spannendes Thema. Die Herausforderung für den Anleger wird sein, wie schaff ich es überhaupt, mein Vermögen so anzulegen, um es vor dem Zugriff des Staates oder vor Inflation oder Deflation zu schützen“, ist sich Thomas Gerner von Feri Trust sicher. Anleger sollten daher ihr Depot breit streuen über alle Anlageklassen hinweg. Thomas Metzger vom Bankhaus Bauer empfiehlt dabei, zusätzlich auch verschiedene Anlagestrategien mit in die Depotdiversifizierung einzubeziehen.

cover_april2012Ein Jahr nach Fukushima – Japans Wirtschaft nimmt wieder Fahrt auf

Zumindest kurzfristig scheint die Aktienwelt noch in Ordnung. Trotz erster Warnsignale bei den Frühindikatoren läuft die deutsche Wirtschaft im Vergleich zu anderen europäischen Industriestaaten noch rund, die USA erlebt derzeit eine Stabilisierung ihrer Wirtschaft, auch Japans Exportwerte profitieren von einem etwas niedrigeren Yen. Ein Jahr nach der schrecklichen Katastrophe in Fukushima steht das Land wieder auf halbwegs festen Füßen. Das EXtra-Magazin zieht Bilanz ein Jahr danach und zeigt, wie man in die viertgrößte Exportnation investieren kann (Seite 10).

CeBIT-Nachlese und wie ETF-Investoren am Aufwärttstrend von Apple & Co. partizipieren können

Insbesondere die Informationstechnologie boomt mehr denn je. Das zeigt nicht zuletzt der große Erfolg von Apple und deren Ankündigung, erstmalig eine Dividende auszuschütten. Auch andere Unternehmen aus dieser Branche konnten profitieren. Und wie dynamisch sich die Branche entwickelt, das zeigte sich auch auf der diesjährigen CeBIT, wo mehr als 4.200 Unternehmen Cloud-Lösungen, intelligente Stromnetze und Smartphones mit immer neuen Funktionen präsentierten. Das EXtra-Magazin zeigt die Neuheiten und bietet Anregungen, wie man mittels ETFs kostengünstig an der boomenden Informationstechnologie profitieren kann (Seite 6).

Unternehmensanleihen – die Alternative zu niedrigverzinsten Staatsanleihen

Als Alternative für niedrigverzinste Staatsanleihen empfiehlt Dr. Alex Hinder, Vorstand der in Zürich beheimateten Hinder Asset Management AG, vor allem Unternehmensanleihen, die auf Jahressicht eine durchschnittliche Gesamtrendite von mehr als acht Prozent erbringen. Sollte sich die Konjunktur stärker entwickeln als derzeit von den Märkten antizipiert, werden sich die Credit Spreads verengen und so einen allfälligen Zinsanstieg mindestens teilweise kompensieren. Sollte die Wirtschaftsabschwächung in Europa stärker ausfallen als erwartet, dürften die Zinsen weiter sinken und vermutlich den in diesem Szenario wahrscheinlichen weiteren Anstieg der Credit Spreads ebenfalls kompensieren. Hinder stellt in einem Gastbeitrag (Seite 14) die wichtigsten Unternehmensanleihe-Indizes vor, an denen Anleger mittels ETF partizipieren können.

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Uwe Görler ist seit fünf Jahren Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“ und das „Portfoliojournal“. Davor schrieb er in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und schrieb Beiträge für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.