Asiatische Aktien erzielten im 1. Halbjahr 2017 die höchste Rendite. Die Nase vorn hatten Unternehmenspapiere aus Südkorea.

Innerhalb der regionalen Aktiensegmente verzeichneten globale Aktien die höchsten Zuflüsse. Knapp 46 Mrd. EUR flossen in 542 ETFS ein. Dahingegen mussten lateinamerikanische Aktien Abflüsse von 104 Mio. EUR hinnehmen. ETFs, die Aktien der Eurozone tracken, konnten die höchsten proportionalen Zuflüsse aufweisen.  Die 12,6 Mrd. EUR Kapitalzuflüsse bedeuten eine Steigerung um 24 Prozent im Vergleich zum Januar. Das geht aus einer regionalen Analyse von TrackInsight, einer unabhängigen Plattform zum Vergleich und zur Auswahl von ETFs, hervor.

Als Gruppe betrachtet konnten danach ETFs, die asiatische Aktienindizes abbilden, die beste Performance vorweisen. Diese sind im ersten Halbjahr um 11,63 Prozent gestiegen. Über diesen Zeitraum lieferten nordamerikanische Aktien-ETFs die schlechteste Performance, diese fiel um -2,62 Prozent. Obwohl das Segment durchaus positiv in das Jahr gestartet habe, seien die größten Dämpfer in den letzten Junitagen gekommen.

Europa

Frankreich ist laut dem TrackInsight-Halbjahresreport der klare Gewinner und führte mit 961 Mio. EUR Gesamtzuflüssen in französische Aktien-ETFs die Riege der europäischen Länder an, wobei das meiste Kapital während der Phase der Präsidentschaftwahlkampf einfloss. Russische Aktien mussten hingegen die größten Abflüsse hinnehmen (-335 Mio. EUR) und zeigten zugleich die schwächste Performance; diese fiel um -18,01 Prozent. Griechische Aktien-ETFs zeigten innerhalb der europäischen Länder mit 17,17 Prozent die beste Performance, nachdem sie sich im April auf Erholungskurs begeben hatten, welcher bis Ende Juni anhielt. Spanische Aktien-ETFs verzeichneten mit 743 Mio. EUR die höchsten proportionalen Zuflüsse, dies repräsentiert 42 Prozent des investierten ETF-Volumens im Januar.

Asien

In Asien lagen koreanische Aktien-ETFs in Sachen Performance mit einem Plus von durchschnittlich 17,17 Prozent an erster Stelle, gefolgt von Taiwan (12,84 Prozent), Hong Kong (11,62 Prozent) und Indien (11,58 Prozent). Trotz der positiven Performance von 10 aus 11 asiatischen Ländersegmenten, welche TrackInsight beleuchtet habe, verzeichneten sechs davon Kapitalabflüsse, wobei australische Aktien-ETFs das größte Minus von 372 Mio. EUR Abflüsse hinnehmen mussten. Japanische Aktien-ETFs genossen mit knapp 1,87 Mrd. EUR die höchsten Zuflüsse.

Amerika

Obwohl US-Aktien-ETFs die höchsten Zuflüsse von über 88 Milliarden verzeichnen konnten, lieferten sie laut TrackInsight-Halbjahresreport am Ende des ersten Halbjahres eine negative Performance von -0,42 Prozent ab. Die eher ungebliebten mexikanischen Aktien-ETFs litten unter 742 Mio. EUR Abflüssen, lieferten jedoch einen Return von 13,08 Prozent zur ersten Jahreshälfte ab. Brasilianische Aktien-ETFs müssen laut der Analyse  schließlich den Titel der schlechtesten Perfomer hinnehmen, mit einem Abfall von -5,53 Prozent.

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Uwe Görler ist seit dem Jahr 2011 Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“, die Online-Plattform extra-funds.de und diverse Medienprojekte der Isarvest GmbH rund um das Thema ETFs und Robo-Advisors. Davor schrieb der gebürtige Dresdner in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und verfasste Beiträge zu den Themenbereichen Wirtschaft & Finanzen sowie Gesundheit für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.