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Auch 2014 konnten viele Fondsmanager den Markt nicht schlagen

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Ziel verfehlt klein

Nur wenige Fondsmanager können tatsächlich den Markt schlagen. Auch 2014 war dies nicht anders, wie eine aktuelle Untersuchung von S&P Dow Jones Indizes nun zeigt.

„Im Jahr 2014 waren die Märkte allgemein von Volatilität gekennzeichnet. Die Europäische Zentralbank kündigte in ihrer Sitzung im Dezember kein Programm der quantitativen Lockerung an, was zu Verunsicherung an den Märkten führte“, so das Research-Team bei S&P Dow Jones Indizes. Volatile Märkte würden jedoch häufig als fruchtbarer Boden für aktive Fondsmanager angesehen, die hier ihre Fähigkeiten bei der Titelauswahl einsetzen könnten, um von den am Markt wahrgenommenen Diskrepanzen zu profitieren. Die Studie Europe SPIVA 2014 zeige jedoch, dass dies im vergangenen Jahr für aktive Fondsmanager schwierig gewesen sei. So seien 83 Prozent der aktiv verwalteten, in europäische Aktienmärkte investierenden Fonds hinter dem S&P Europe 350 zurück geblieben. Nicht viel besser sei es bei Deutschland-Fonds gewesen. Hier sei es 74 Prozent der aktiv verwalteten Fonds nicht gelungen den S&P Germany BMI zu übertreffen. Noch schlechter war die Bilanz bei aktiv verwalteten Fonds auf globale oder US-Titel. 94 Prozent der aktiv verwalteten US-Fonds blieben hinter dem S&P 500 zurück, 90 Prozent gelang es nicht den S&P Global 1200 zu übetreffen.

Auch in den Schwellenländern erfolglos

Auch die häufig verbreitete Annahme, aktives Portfoliomanagement spiele seine Stärken vor allem in weniger effizienten Märkten wie den Schwellenländern aus, da es den Managern die Möglichkeit gebe, Ineffizienzen auszunutzen, wurde mit der Untersuchung widerlegt Die Mehrzahl der untersuchten Fonds erzielten eine Underperformance, und dies über alle drei Zeithorizonte (1, 3 und 5 Jahre). 76 Prozent der aktiv verwalteten Fonds blieben im Jahr 2014 hinter dem Schwellenländer-Index S&P/IFCI zurück.

Die Mehrkosten für das aktive Fondsmanagement haben sich somit auch im Jahr 2014 für den Anleger nicht bezahlt gemacht. Im Gegenteil: Mit Indexfonds bzw. ETFs hätten Anleger häufig eine höhere Rendite erzielt, und dies zu weit geringeren Kosten.

Die Studie können Sie hier herunterladen.

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Uwe Görler ist seit fünf Jahren Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“ und das „Portfoliojournal“. Davor schrieb er in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und schrieb Beiträge für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.