exportwerte

Die lockere Geldmarktpolitik der Notenbanken treibt die Kurse von Exportunternehmen. Mit zwei Source-ETFs profitieren Anleger daran.

Erst im Juni 2015 bekräftigte der Präsident der europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi, die milliardenschweren Anleihekäufe bis mindestens September 2016 fortzusetzen. Seit März kauft die EZB Anleihen im Wert von monatlich 60 Mrd. EUR. Das Gesamtpaket beläuft sich somit auf insgesamt 1,14 Billionen EUR. Bereits davor setzte die EZB durch Zinssenkungen und Vorgängerankaufprogramme auf eine stete Euroschwächung. Innerhalb eines Jahres verlor die Gemeinschaftswährung so gegenüber dem US-Dollar mittlerweile knapp 20 Prozent. Exportunternehmen in Deutschland und der Eurozone sind die Gewinner. Trotz erheblicher Rückgänge im Russlandgeschäft legten die Ausfuhren vor allem außerhalb des Euroraums infolge der Verbilligung der Produkte kräftig zu. So wurden laut Destatis im Mai 2015 Waren mit einem Rekordwert von 102,1 Mrd. EUR ausgeführt. Das entspricht einem Plus von 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. In der gesamten Eurozone betrugen die Exporte ersten Schätzungen von Eurostat zufolge im April 173,6 Mrd. EUR. Das entspricht sogar einem Plus in Höhe von neun Prozent binnen Jahresfrist.

Nicht anders in Japan. Trotz einer bereits jetzt unvorstellbaren Staatsverschuldung von rund 244 Prozent des BIP setzt der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe unvermindert auf eine ultralockere Geldpolitik. Bereits im November 2014 erhöhte er die Geldmenge von jährlich bisher 60 Billionen auf nun 80 Billionen Yen (573 Mrd. EUR). Zudem kauft die japanische Notenbank Anleihen und Wertpapiere im Wert von jährlich 624 Mrd. EUR auf. Flankiert werden diese Maßnahmen von Strukturreformen. Damit soll die Abwärtsspirale aus fallenden Preisen, sinkenden Löhnen und einer Investitionszurückhaltung gestoppt werden. Gleichzeitig sinkt auch hier der Kurs der Währung. In den vergangenen drei Jahren verlor der Yen gegenüber dem US-Dollar 54 Prozent an Wert. Nach ersten zum Teil drastischen Einbrüchen beim Binnenkonsum infolge der Mehrwertsteuererhöhung scheinen sich erste positive Tendenzen der Reformen bemerkbar zu machen. Die japanische Wirtschaft legte im 1. Quartal 2015 um 2,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu. Optimistisch fiel auch der zuletzt veröffentlichte Tankan-Report aus. Der Index stieg um drei auf 15 Punkte.

Mit ETFs auf Exportmeister setzen

Mit zwei neu von Source aufgelegten ETFs können nun Anleger auf die Profiteure der ultralockeren Geldpolitik setzen. Mit dem Source STOXX Eurozone Exporters UCITS ETF (WKN: A14RT8) partizipiert der Investor an Unternehmen aus dem Euro STOXX, die den Großteil ihrer Umsätze außerhalb ihres Heimatlandes erwirtschaften. Von den aktuell 292 Aktien aus 12 Ländern wählte der STOXX Eurozone Exporters-Index derzeit 141 Aktien aus. Stark im Index vertreten sind Aktien aus Deutschland, Frankreich sowie Spanien. Überdurchschnittlich gewichtete Sektoren sind Industriegüter, Chemie und Konsumgüter.

Mit dem Source Stoxx Japan Exporters UCITS ETF EUR hedged (WKN: A14RUB)partizipiert der Anleger währungsgesichert an der Wertentwicklung der exportstärksten Unternehmen des Stoxx Japan 600 Index. Darin vertreten sind 142 Titel. Stärkste Sektoren sind derzeit Industriegüter, Automobilbau sowie Haushaltswaren. Beide ETFs sind synthetisch replizierend. Die Gesamtkostenquote beträgt jeweils 0,35 Prozent.

Fazit: 

Die ultralockere Geldpolitik in Europa und Japan führt zu einer Verbilligung von Exportgütern außerhalb der jeweiligen Währungszone, mehr Waren werden abgesetzt. Mit den erwähnten Finanzprodukten können Anleger direkt oder indirekt daran profitieren.

 

 

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