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Auto-Branche: Die Fahrt durch schwieriges Gelände

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Green Energy KFZ - ein Megatrend

Die Automobilbranche steht vor großen Herausforderungen. Trotzdem bietet der Sektor Anlegern einige Argumente. Hierzu zählt der Megatrend „E-Auto“, der bereits investierbar ist.

 

Seit rund einem Monat ist der Fördertopf leer und die Abwrackprämie ist zumindest in Deutschland Geschichte. Was dem deutschen Automarkt nun bevorstehen könnte, zeigt das Beispiel Frankreich. Um den schwachen Autoabsatz anzukurbeln, beschloss das Land bereits Mitte der 1990er Jahre eine ähnlich gestaltete Prämie. Nachdem die Maßnahme ausgelaufen war, brach der Neuwagenabsatz um 20 % ein. Das zeigt: Abwrackprämien helfen dem Markt zwar temporär, das Kernproblem der Branche lösen sie aber nicht. Das sind die notorischen Überkapazitäten. So wären alle Hersteller der Welt in der Lage, jährlich erstaunliche 95 Millionen Autos zu produzieren. Verkauft werden weltweit in diesem Jahr voraussichtlich aber nur bis zu 55 Millionen Stück.

Attraktive Fundamentaldaten

An der Börse lief es für Auto-Aktien dank der stützenden Effekte durch die Abwrackprämie lange Zeit erstaunlich gut. Doch mittlerweile ist die Euphorie abgeklungen und Katerstimmung hat sich breitgemacht. Aus der Outperformance von rund zwölf Prozentpunkten, die der DJ STOXX 600 Automobiles & Parts Index in den ersten sieben Monaten des Jahres gegenüber dem Markt (DJ STOXX 600 Index) erzielen konnte, ist zwei Monate später eine Underperformance von knapp 8% geworden. In der jüngsten Korrektur könnte aber auch eine Chance für Anleger liegen. Mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,9, einem Kurs-Cashflow-Verhältnis von 5,7 sowie einem Kurs-Umsatzverhältnis von 0,3 ist der DJ STOXX 600 Automobiles & Parts Index deutlich günstiger bewertet als der Markt. Auch die Analysten von Goldman Sachs halten europäische Auto-Aktien für aussichtsreich. Das US-Haus rät in seiner neuen „Portfolio Strategy Europe“-Analyse, zyklische Branchen überzugewichten.

Positive Impulse aus Asien

Die positive Beurteilung mag erstaunen, immerhin rechnen Markbeobachter damit, dass nach dem Auslaufen der Abwrackprämie allein in Deutschland der Neuwagenverkauf im kommenden Jahr um eine Million Fahrzeuge einbrechen wird. Dass dies keine negativen Kurseffekte haben muss, liegt insbesondere an zwei Gründen: Zum einen könnten rückläufige Umsätze auf den etablierten Märkten durch das hohe Wachstum in den Schwellenländern  kompensiert werden. So wird laut einer Studie der Beratungsgesellschaft Booz & Company der Automobilmarkt Chinas bis 2013 um durchschnittlich 8,3 %, der Indiens sogar mit einer jährlichen Rate von 14,7 % wachsen. Zum anderen haben zahlreiche Hersteller Kostenprogramme gestartet. Beispiel BMW. Der Autobauer verzeichnete im ersten Halbjahr einen Absatzrückgang von 19,5 % und hat geschafft, im zweiten Quartal wieder einen Gewinn zu erzielen.

Eine Revolution rollt heran

Anleger sollten den Autosektor aber auch noch aus einem anderen Grund auf dem Radar haben. Wer die Berichterstattung über die Internationale Automobil- Ausstellung (IAA) in Frankfurt verfolgt hat, weiß, die Zukunft gehört dem E-Auto. Und diese Zukunft scheint näher, als man denkt. Zahlreiche Hersteller präsentierten auf der IAA hierzu ihre neuesten Entwicklungen und Planstudien. Das Center of Automotive Research geht davon aus, dass vom Jahr 2025 an alle in Europa verkauften Pkws reine Elektroautos, Parallel- Hybrid– oder Seriell-Hybrid-Fahrzeuge sein werden. Ein gigantischer Markt ist im Entstehen. Darauf lassen auch die jüngst getätigten Milliarden-Investitionen in Fabriken für die Massenproduktion von Lithium-Zellen schließen. Auch Firmenübernahmen wie der Kauf des amerikanischen E-Auto-Herstellers Tesla durch Daimler geben einen Vorgeschmack.

Investierbare Future-Mobility – Alternative zu Auto-ETFs

Anleger können bereits jetzt gezielt in diesen aussichtsreichen Trendmarkt investieren. Der im Juni 2009 aufgelegte, aktiv gemanagte Absolut Future Mobility Fund der Absolut Asset Managers AG setzt breit gestreut auf Unternehmen aus Branchen, die sich schon heute für den bevorstehenden Boom bei der Herstellung von Elektroautos positionieren. Dazu zählen unter anderem Hersteller von Batterien und Ladetechnik für Elektromobile, Betreiber und Produzenten einer Ladeinfrastruktur sowie Autohersteller, die bereits die Fertigung kompletter Elektromobile beherrschen und so zum Übernahmeziel etablierter Autokonzerne werden könnten. Hier stoßen Branchen-ETFs wie der ComStage DJ Stoxx 600 Automobiles & Parts (ISIN: LU0378435043) an Grenzen. Kleine, attraktive Nischen lassen sich einfach besser mit einem flexiblen und aktiven Management investieren. Der weltweit erste Future Mobility Funds bietet sich deshalb als Beimischung zu bestehenden Auto- Branchen-ETFs an.

Lesen Sie hier in Interview mit Thomas Bauer, Fondsmanager des Future Mobility Fonds.

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