Start ETF-News Boost sieht weiteren Abwärtstrend bei Rohöl

Boost sieht weiteren Abwärtstrend bei Rohöl

42
energierohstoffe klein

Die OPEC-Warnung vor rasch ansteigenden Ölpreisen auf bis zu 200 USD pro Barrel konnten den Abwärtstrend nicht bremsen. Auch ETC-Anbieter Boost sieht Gründe für mehr Druck nach unten.

„Die einzige Art und Weise, auf die sich das Öl wieder erholen kann besteht darin, dass die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ihre Haltung in Bezug auf das Bankrottieren der US-amerikanischen Schieferölproduzenten umkehrt und damit versucht, ihren Marktanteil zu wahren. Da es dafür allerdings derzeit keine Anzeichen gibt, suggeriert OPECs frühere Bereitschaft, Verluste bei Ölpreisen von deutlich unter 50 USD pro Barrel zu akzeptieren, dass es noch lange dauern kann, bis die Ölschwemme vorbei ist“, so Boost. Über die Auswirkungen auf die US-amerikanische Schieferölproduktion – so es denn welche gebe – sei man sich bislang auch weiterhin nicht im Klaren. Immer weitere Verbesserungen bei den horizontalen Bohrmethoden sowie branchenweite Unternehmenskonzentrationen hätten zur Folge, dass es den Großproduzenten selbst bei sinkenden Preisen recht gut gehe und ihre Fähigkeit, Turbulenzen zu überleben steige ständig. Die US-amerikanische Regierung habe ebenfalls ein strategisches Interesse daran, die Branche zu schützen und könnte, falls erforderlich, mit Steueranreizen oder Subventionen intervenieren. „Insgesamt werden OPECs Schritte den US Ölproduzenten Schaden zufügen und ihre Wettbewerbsstruktur verändern, was sich bereits durch den verlangsamten Einsatz von Bohrtürmen zum Bohren neuer Ölquellen abzeichnet. Auf die gesamte US-amerikanische Schieferölproduktion wird sich dies allerdings nicht wesentlich auswirken. Vielleicht wird der Wachstumskurs dadurch ein wenig verlangsamt; zu einer Umkehrung wird es allerdings nicht kommen“, so Boost weiter.

Öl-Baisse-Positionen sind laut Boost ein effektives Absicherungsinstrument in Märkten mit fallender Tendenz. Auf „Short“ ausgerichtete ETPs, die Energierohstoffe verfolgen haben in jüngster Zeit eine gute Performance gezeigt. So habe ein dreifach (3x) geshortetes ETP, das WTI-Rohöl verfolgte, wie z. B. BOOST WTI Oil 3x Short Daily ETP (WKN: A133ZT), Anlegern eine Rendite von 167 Prozent beschert (vom 1. Dez. 2014 bis zum 30. Jan. 2015). In Anbetracht dessen, dass WTI-Rohöl im selben Zeitraum um 28 Prozent gefallen sei, zeige dies, das auf Baisse ausgelegte ETPs für Anleger eine effektive Methode darstellen, ihre Baisse-Überzeugung auszudrücken oder Absicherungen aufzubauen, die weniger Kapital erforderten.

 

 

TEILEN
Vorheriger ArtikeliShares erweitert Produktpalette um US-Buyback-ETF
Nächster ArtikelGute Perspektiven für Europas Einzelhandel
Uwe Görler ist seit fünf Jahren Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“ und das „Portfoliojournal“. Davor schrieb er in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und schrieb Beiträge für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.