Schon immer gab es Branchen die als Gewinner aus Krisen hervorgegangen sind. Andere hingegen konnten sich den negativen Tendenzen nicht entziehen und stehen deshalb vor sehr großen Herausforderungen. Das Magazin AnalysisKompakt von Scope stellte in der letzten Ausgabe zwei dieser Branchen vor.

Autobranche – Krisenverlierer I

Die großen Stichwörter auf der diesjährigen Automobilmesse waren „Nachhaltigkeit“, „umweltbewusst“ und „Elektromotor“. Die Autos der Zukunft sollen nicht nur schnell und komfortabel sein. Dass die Branche umdenken muss, hat sie längst zu spüren bekommen. Sie war eine der ersten, die im Zuge der Wirtschaftskrise mit schwindenden Absatzzahlen zu kämpfen hatte. „Zu teuer, zu groß, zu umweltschädlich“, lauteten die Vorwürfe. Mit der Abwrack-Prämie erhielten die Autobauer hierzulande Unterstützung, in den USA wirkte das Programm „Cash for Clunkers“ („Bares für Rostlauben“). Von solchen „Starthilfen“ beflügelt haben die Autowerte an der Börse teils mächtig Gas gegeben: Der DJ STOXX Automobiles & Parts TR legte seit Jahresanfang in der Spitze rund 30 Prozent auf fast 375 Punkte zu. Inzwischen ist der Index aber wieder zurückgekommen und notiert bei 325 Zählern. Experten warnen davor, dass die Abwrackprämie den Autoabsatz nur kurzfristig befeuert haben könnte. In den kommenden Jahren sei ein umso stärkerer Nachfragerückgang möglich, da Autokäufer nun „eingedeckt“ sind. Wer die Branche dennoch in sein Portfolio aufnehmen möchte, dem stehen verschiedene Indexprodukte zur Auswahl. Mit jährlichen Kosten von 0,25 Prozent bietet ComStage das günstigste Produkt unter den ETFs (ISIN: LU0378435043). Ein Short-Papier, mit dem man eins zu eins an fallenden Kursen des Index partizipieren kann, ist am Markt nicht zu finden.

Banken – Krisenverlierer II

Seit seinem Tiefpunkt im März kennt ein Index der DJ STOXX 600-Familie nur noch eine Richtung: aufwärts. Seit dem ging es über 150 Prozent nach oben. Dabei handelt es sich ausgerechnet um das Barometer, das sich auf die „Skandal-Werte“ der Krise bezieht: die Banken. Neben der Autobranche (s. oben) gilt der Finanzsektor als einer der Hauptverlierer der vergangenen Monate. Ab Mitte 2007 fiel der DJ STOXX 600 Banks TR-Index quasi im freien Fall von fast rund 900 auf unter 165 Zähler. Kein Wunder, dass jetzt, da erste Erholungsanzeichen die Märkte aufatmen lassen, auch diese Titel auf dem Weg aus dem Jammertal sind. Wer im Bankensektor weiteres Potenzial sieht, kann mittels Indexprodukten an der Performance des DJ STOXX 600 Banks TR partizipieren. Das Barometer berücksichtigt 52 europäische Bankenwerte. Schwergewicht ist mit 16,1 Prozent derzeit die britische HSBC, gefolgt von der Banco Santander aus Spanien, die 11,0 Prozent auf die Index- Waage bringt. Auf dem ETF-Markt bietet ComStage (ISIN: LU0378435399) ein Produkt, das im Scope-Rating vier Sterne erhalten hat und mit einer sehr überzeugt. Die Management Fee beträgt 0,25 Prozent.

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