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Antizyklisch handeln heißt: Geduldig warten, bis ein Markt einen Boden gefunden haben dürfte und dann auf eine Gegenbewegung setzen. Eine Gelegenheit für eine Rebound-Spekulation bietet derzeit der chinesische Aktienmarkt, den Anleger mit ETFs abdecken können.

Sinkende Unternehmensgewinne

Die Talfahrt an Chinas Aktienmarkt hat schon im Frühjahr 2011 begonnen und führte jüngst dazu, dass der Shanghai-Composite-Index unter die 2.000-Punkte-Marke abgetaucht ist. So tief notierte das Kursbarometer zuletzt im Februar 2009 als die Finanzkrise ihren Höhepunkt erreicht hatte. Dass die Aktien chinesischer Konzerne in den vergangenen Wochen erneut unter die Räder gekommen sind, überrascht nicht. Denn gemäß dem Nationalen Statistikamt in China sind die Unternehmensgewinne im ersten Halbjahr 2012 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2,7 Prozent zurückgegangen. Allerdings sollte man diese Entwicklung nicht überbewerten. Denn die Gesellschaften im Reich der Mitte erzielen nach wie vor üppige Margen.

Volkswirt ist verhalten optimistisch

Verunsichert sind die Marktteilnehmer auch aufgrund der Tatsache, dass viele Projekte aus den Zeiten der Konjunkturprogramme inzwischen fertig gestellt wurden und infolgedessen positive Impulse für die Wirtschaftentwicklung wegfallen. Darüber hinaus sind derzeit die Lager vieler Unternehmen voll. Diese Sachverhalte dürften jedoch mittlerweile am Aktienmarkt bereits größtenteils eingepreist sein. Zudem sieht Goldman-Sachs-Ökonom Yu Song erste Anzeichen für eine zunehmende Kreditvergabe in China. Der Experte geht deshalb davon aus, dass die Regierung die Konjunktur ankurbeln will.

Breit gestreut investieren – mit diesen China-ETFs ist es möglich

Risikofreudige Anleger, die auf eine Erholung an Chinas Aktienmarkt spekulieren wollen, können sich Anteile des Credit-Suisse-ETFs auf den CSI 300 (WKN: A1C1H1) ins Depot legen. Der CSI 300 umfasst die Anteilscheine der 300 Unternehmen mit der höchsten Marktkapitalisierung und der größten Liquidität aller an den Börsen Shanghai und Shenzhen gehandelten A-Aktien. Eine Alternative dazu ist der von ETFlab aufgelegte ETF auf den MSCI China (WKN: ETFL32). In dem Index, den dieser ETF abbildet, sind Bankaktien mit rund 23 Prozent am höchsten gewichtet. Den zweiten Rang belegt der Energiesektor (17,5 Prozent) vor dem Telekommunikationsbereich (13,0 Prozent).

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