Im November setzen die Vermögensverwalter bei deutschen Aktien mehrheitlich auf einen bullischen Markt.

Keiner der befragten Vermögensverwalter beim DAB Profi-Börsentrend rechnet für die kommenden Wochen mit Kursrückgängen bei deutschen Aktien

In Bezug auf die Entwicklung der Aktienmärkte sind die unabhängigen Vermögensverwalter derzeit so optimistisch wie lange nicht mehr. 60 Prozent der Finanzprofis, welche die DAB Bank monatlich im Rahmen des DAB Profi-Börsentrend befragt, sind für November „bullish“ eingestellt, während 40 Prozent eine stabile Entwicklung erwarten. Für zwei Drittel der Befragten – 67 Prozent – sind deutsche Aktien fair bewertet, für die restlichen 33 Prozent sind sie unterbewertet. Niemand hält deutsche Aktien derzeit für überbewertet und niemand rechnet in den nächsten vier Wochen mit Kursrückgängen. Dieses Fehlen von Pessimisten treibt den Indexwert des DAB Profi-Börsentrends gegenüber dem Vormonat noch einmal deutlich nach oben: von 11,7 auf 46,1 Punkte auf einer Skala von -100 bis +100 Punkten.

Sandra Murphy von der auf nachhaltige Investments spezialisierten Murphy & Spitz Green Capital AG aus Bonn zeichnet ein differenziertes Bild der aktuellen Lage: „Grundsätzlich gibt es gute wirtschaftliche Kennzahlen in den USA und in Europa sind sich verbessernde Rahmenbedingungen zu sehen. In den nachhaltigen Branchen ergibt sich ein differenziertes Bild. Im Erneuerbare-Energien-Bereich zeigte sich im ersten Halbjahr in China ein enormer Boom in der Photovoltaikbranche mit großen Zubauraten und einer starken Auslastung der Produktionskapazitäten. Weltweit erwarten wir im zweiten Halbjahr einen deutlichen Rückgang der Zubauraten mit Konsequenzen für die Modulhersteller. In Deutschland ist der starke Rückgang im Photovoltaikmarkt vor allem auf das Versteigerungsmodell zurückzuführen, was schlichtweg nicht funktioniert. Unsere Erwartungen für den Windenergiemarkt sind ab Mitte 2017 ebenfalls negativ. Die sich verschlechternden Rahmenbedingungen werden, so unsere Einschätzung, eine Halbierung des Marktes im Vergleich zu 2014 zur Folge haben. Die Naturkostbranche entwickelt sich nach wie vor gut, doch waren die Prognosen des ersten Halbjahres etwas zu hoch. Einen Boom erwarten wir in der Speichertechnik und der Energieeffizienz. Das Thema gewinnt immer mehr an Bedeutung.“

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Uwe Görler ist seit dem Jahr 2011 Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“, die Online-Plattform extra-funds.de und diverse Medienprojekte der Isarvest GmbH rund um das Thema ETFs und Robo-Advisors. Davor schrieb der gebürtige Dresdner in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und verfasste Beiträge zu den Themenbereichen Wirtschaft & Finanzen sowie Gesundheit für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.