Start ETF-News Das Allseits-bereit-Konzept für den deutschen Markt

Das Allseits-bereit-Konzept für den deutschen Markt

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Mit dem Aktientrend Deutschland bietet die Commerzbank ( Zum Testbericht) ein defensives Aktieninvestment für den Deutschen Aktienmarkt. Die Umsetzung erfolgt mittels technischer Analyse und ETFs.

Deutschland hat sich schneller von der Krise erholt als andere westliche Länder. Die Konjunktur zieht an und die deutschen Unternehmen profitieren besonders von ihrer guten Positionierung in den Schwellenländern. Der Commerzbank ( Zum Testbericht) Aktientrend Deutschland (WKN: ETF1CB) bietet die Chance, an der Entwicklung der deutschen Märkte zu profitieren. Der Fonds wird aktiv gemanagt und nimmt Anlegern die Umschichtung des Portfolios ab. „Die Stärke des Fonds kommt in Seitwärtsmärkten und Aufwärtsmärkten, also wenn Aktien auch eine hohe Renditechance haben, zum Tragen“, sagt Achim Matzke, Leiter der Technischen Analyse der Commerzbank.

ETFs kommen zum Einsatz

Der Fonds nutzt zur Umsetzung der Strategie größtenteils ETFs. Das Portfolio besteht daher zu einem überwiegenden Teil aus ETFs auf deutsche Aktienindizes und europäische Staatsanleihen. Auf der Rentenseite darf nur in kurzlaufende Staatsanleihen bis maximal fünf Jahre aus dem Euroraum angelegt werden, die mindestens über eine Investment-Grade-Einstufung verfügen. Auf der Aktienseite werden nicht zwangsläufig nur DAX-ETFs, sondern auch Indexfonds auf den TecDAX oder den MDAX aufgenommen.

Technische Signale entscheidend

Dreh- und Angelpunkt für das Portfolio ist die technische Analyse und nicht fundamentale Daten. „Die technische Analyse empfiehlt die Gewichtung, wie wir uns positionieren wollen“, sagt Matzke. Restriktionen gibt es keine. Die Aktien- und Rentenquote kann zwischen 0 und 100 Prozent liegen. Das bedeutet: Abhängig davon, welcher Trend von der technischen Analyse identifiziert wurde, geht der Fonds – wenn es sein muss – vollständig in deutsche Aktienindizes oder in Renten-ETFs. Letzteres kann in einem Bärenmarkt passieren. Bei Aufwärtstrends dagegen werden Aktien über- und Renten untergewichtet. „Bei Seitwärtsbewegungen ist vielleicht ein Mix von 50/50 interessant“, erläutert Matzke. Generell sieht das Verhältnis zwischen Aktien- und Renten-ETFs so aus: In einem Aufwärtstrend rangiert die Aktien-ETF-Quote zwischen 70 und 100 Prozent, die Quote der Renten-/Geldmarkt- ETFs entsprechend bei 0 bis 30 Prozent. Bei einem Seitwärtstrend kann der Anteil beider Assetklassen jeweils zwischen 30 und 70 Prozent liegen. In einem Abwärtstrend beträgt die Aktien-ETF-Quote maximal 30 Prozent. Fundamentale Daten sind übrigens für die Steuerung der Quote nicht entscheidend.

Die Strategie funktioniert

Die Benchmark des Commerzbank Aktientrend Deutschland ist ein synthetischer Index, der sich zu gleichen Teilen aus dem DAX und dem EONIA Index zusammensetzt. Seit Auflage am 15. November 2010 hat der Aktientrend Deutschland ein Plus von 4,47 Prozent erzielt und damit seine Benchmark (+ 3,53 Prozent) geschlagen. Der DAX legte im entsprechenden Zeitraum um 6,74 Prozent zu. Schaut man auf die Abschwünge im DAX, beobachtet man Folgendes: Als der Index innerhalb eines Monats (Stand: 20.05) um 0,66 Prozent nachgegeben hatte, ging es für den Aktientrend Deutschland um nur 0,28 Prozent nach unten. „Das langfristige Ertragsprofil des Fonds ist vergleichbar mit einem defensiven Aktieninvestment, da der Fonds bei festgestellten Seitwärts- und Abwärtstrends in Aktien unterinvestiert sein wird“, teilt die Commerzbank mit. Bei stark ausgeprägten langfristigen Seitwärtsmärkten wie in den Phasen von 2008 bis 2010 könne der Fonds gleich mehrfach von vorhandenen Schwankungen profitieren. Doch vor allem bei einem kurzfristigen Seitwärtsmarkt mit schnellen und starken Ausschlägen werde die Stärke der technischen Analyse nicht ausgespielt. Für das Fondsmanagement berechnet die Commerzbank eine Pauschalgebühr von jährlich 1,5 Prozent.

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