Junge Anleger fordern gute Apps für die Vermögensverwaltung.
Junge Anleger fordern gute Apps für die Vermögensverwaltung.

Das persönliche Gespräch verliert an Bedeutung, während Apps und Social Media stärker gefragt sind. Junge Menschen wollen mitreden, so eine Studie der DAB BNP Paribas.

Mit der jungen Generation, die mit dem Internet und Smartphones aufgewachsen ist, wandeln sich auch die Ansprüche von Kunden an Finanzberatung und Vermögensverwaltung. Welche Erwartungen haben die Kunden von morgen an unabhängige Vermögensverwalter? Um das herauszufinden, hat DAB BNP Paribas in Kooperation mit Statista im Rahmen einer Studie 500 junge Menschen zwischen 18 und 35 Jahren befragt. Ausgewählt wurde eine Zielgruppe mit hohem Bildungsgrad und überdurchschnittlichem Einkommen – also Personen, die in Zukunft Kunden von unabhängigen Vermögensverwaltern werden könnten.

Vermögensverwaltung: Persönliches Gespräch kein Thema

Das persönliche Gespräch mit ihrem Vermögensverwalter hat für die jungen Menschen nur einen geringen Stellenwert – egal ob es persönlich vor Ort, telefonisch, per Videoanruf oder per Chat geführt wird. Die Befragten bewerten den persönlichen Austausch mit einem Finanzprofi als indifferent: Das Gespräch stiftet bei positivem Verlauf keine besondere Zufriedenheit, ist bei Misslingen aber auch kein Faktor für eine größere Unzufriedenheit.

App ist entscheidend

Für viele der Befragten ist es wichtig, aktiv auf ihren Vermögensstatus zugreifen zu können. 45 Prozent der jüngeren Zielgruppe wollen sich zu jeder Zeit – beispielsweise über eine App – einen Überblick verschaffen können. 41 Prozent ziehen dagegen vor, in regelmäßigen Abständen Informationen zu erhalten.

Junge wollen mitreden

Im Unterschied zu den älteren Kunden, die ihre Geldanlage derzeit meistens vollständig an den Finanzexperten delegieren, möchten die jungen Menschen bei der Festlegung der Anlagestrategie ein Wort mitreden. 71 Prozent der Befragten äußern solch einen Mitsprachewunsch. 66 Prozent zeigen ein starkes Interesse daran, welche Anlageprodukte ausgewählt werden. Während man den Deutschen generell nachsagt, dass sie mit anderen nicht über Geldangelegenheit sprechen, äußern immerhin 49 Prozent der jungen Leute den Wunsch, sich mit Freunden über ihre Anlageprodukte auszutauschen.

Präsenz in den sozialen Medien wird zum Standard. 46 Prozent der jungen Zielgruppe erwarten vom Vermögensverwalter einen Auftritt auf Businessplattformen wie Linkedin oder Xing, 44 Prozent auf eher privat orientierten Medien wie Facebook, Instagram oder Twitter. Nur 22 Prozent erwarten gar keine Präsenz des Finanzexperten im Social Web.

„Junge Menschen haben heute ganz andere Wünsche an ihren Finanzberater oder Vermögensverwalter als die ältere Generation. Das persönliche Gespräch wird künftig einen geringeren Stellenwert haben als heute. Informationen über Apps oder soziale Medien spielen dagegen eine immer wichtigere Rolle“, so Robert Fuchsgruber, Leiter des Firmenkundengeschäfts bei DAB BNP Paribas. „Wenn die Vermögensverwalter bei dieser Zielgruppe Erfolg haben möchten, müssen sie deutlich digitaler werden und ihre Strategien und Services über neue Kanäle anbieten. Als DAB BNP Paribas unterstützen wir die Finanzintermediäre dabei durch die Bereitstellung neuer digitaler Dienstleistungen und einer entsprechenden technischen Infrastruktur.“

Tipp: Hier finden Sie einen ausführlichen Vergleich zur digitalen Vermögensverwaltung, sogenannten Robo-Advisors.

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Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin „Der Aktionär“ tätig. Im Anschluss schrieb er mehr als vier Jahre für das Verbraucherportal biallo.de und einige Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extra-funds.de und das EXtra Magazin.