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DAX-Hausse macht Vermögensverwaltern keine Sorgen

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War der DAX in den Jahren 2000 und 2007 nach Erreichen der  8.000-er Marke jeweils abgestürzt, so sehen unabhängige Vermögensverwalter aktuell keinen Grund zur Sorge, dass sich dies 2013 wiederholen wird. Viele erwarten sogar einen weiteren Aufwärtstrend.

63 Prozent der Vermögensverwalter gehen davon aus, dass sich der deutsche Aktienmarkt im April stabil entwickelt und die Aktienkurse in etwa gleich bleiben. 30 Prozent rechnen sogar mit steigenden Kursen, während nur 7 Prozent fallende Kurse erwarten – so das Ergebnis der aktuellen Umfrage der DAB Bank zum Profi-Börsentrend.

Ein ganz ähnliches Bild ergibt sich danach bei der Frage nach der aktuellen Bewertung der Börsenlage: 30 Prozent der Befragten würden deutsche Aktien derzeit für unterbewertet, 66 Prozent für fair bewertet und nur 4 Prozent für überbewertet halten. Damit habe sich gegenüber dem Vormonat die Zahl der Pessimisten weiter verringert – trotz des aktuellen Höhenflugs des DAX. Der Indexwert des Profi-Börsentrends sei folglich leicht von 21,0 auf 24,5 Punkte gestiegen – auf einer Skala von minus 100 bis plus 100.

Auch für Ingo Schweitzer, Vorstand der AnCeKa Vermögensbetreuungs AG aus Kaufbeuren, stellen die aktuell sehr hohen Stände des deutschen Aktienindex keinen Grund zur Sorge dar: „Der DAX ist ein Performanceindex, somit sind die Dividenden der letzten im Kurs enthalten. Das führt dazu, dass der aktuelle Stand nur optisch hoch aussieht, aber faktisch sind die Aktienkurse bedeutend niedriger. Von einer Überhitzung sind wir weit entfernt. Dieses wird auch durch das KGV und der Dividendenrendite untermauert. Wir gehen in diesem Jahr von dem Testen des Höchstkurses aus. Ob der DAX weitere Höhen erklimmen kann, hängt dabei ganz von der politischen Lage in Europa ab. Aber längerfristig ist die Aktie eine Sachwertanlage mit erheblichem Steigerungspotenzial.“

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Uwe Görler ist seit fünf Jahren Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“ und das „Portfoliojournal“. Davor schrieb er in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und schrieb Beiträge für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.