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DAX mit eingebautem Schutzschirm

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Per ETF können sich Anleger eine professionelle und praxisbewährte Absicherungsstrategie bequem und einfach ins Depot holen. Neben der Partizipation an steigenden Kursen bietet es begrenzten Schutz bei Kursrückgängen.

Erfahrene Börsenprofis sichern ihre Positionen vorsorglich ab

Nach dem starken Jahresendspurt und dem flotten Auftakt in 2011 scheint dem DAX die Luft auszugehen. Viele Anleger fragen sich: Ist die jüngste Korrektur Vorbote einer Trendwende nach unten oder handelt es sich nur um eine vorübergehende Atempause? Erfahrene Börsenprofis warten in solchen ungewissen Situationen nicht lange ab, sondern sichern ihre Positionen vorsorglich mit Put-Optionen ab. Kommt es tatsächlich zu einem starken Kurssturz, dann steigen die Optionen überproportional im Wert und die Verluste des Index können durch die Gewinne aus den Puts teilweise kompensiert werden. Läuft der Markt dagegen doch weiter nach oben, dann ist zwar die Optionsprämie verloren, dafür nehmen die Investoren über ihre Bestände voll an den Indexgewinnen teil.

Absicherung im Rundum-sorglos-Paket

Wer sich eine derartige Put-Absicherung in Eigenregie nicht zutraut, etwa weil die Zeit, die Erfahrung oder das Wissen fehlt, kann mit dem DAXplus Protective Put ETF von Lyxor auf ein automatisiertes Verfahren setzen. Der DAXplus Protective Index, an dem der ETF partizipiert, besteht aus einer DAX-Position sowie einer an der Terminbörse Eurex gehandelten standardisierten Put-Option auf den DAX. Diese Put- Option verfügt über eine Restlaufzeit von drei Monaten und liegt zum Startzeitpunkt 5 Prozent „aus dem Geld“. Das heißt, der Basispreis des Puts liegt 5 Prozent unter dem aktuellen Kurs des Basiswerts. Damit die Absicherung dauerhaft erhalten bleibt, wird jedes Quartal automatisch in eine neue Put-Option mit den gleichen Merkmalen umgeschichtet (gerollt). Die Put-Option notiert zum Rollzeitpunkt also immer um 5 Prozent „aus dem Geld“. Das heißt aber auch, dass nur DAX-Verluste von mehr als fünf Prozent pro Quartal abgesichert sind (denn erst dann baut der Put einen inneren Wert auf). Es besteht also kein Vollschutz. Auf der anderen Seite verfällt die Option wertlos, wenn der DAX seitwärts tendiert oder steigt. Weil dann die Optionsprämie verloren geht, schneidet in solchen Phasen die Strategie naturgemäß immer etwas schlechter ab als der DAX selbst.

Langfristig bewährtes Konzept

Dazu zwei Vergangenheitsbetrachtungen: Im Baisse- Zeitraum von Anfang 2008 bis März 2009, als die Bankenkrise und die Rezession auf den Märkten lasteten, büßte der DAXplus Protective Put Index um 27 Prozent ein. Allerdings stürzte der DAX im gleichen Zeitraum mit einem Minus von 55 Prozent mehr als doppelt so stark ab. In der dann einsetzenden Erholungsphase (März 2009 bis März 2011) legte die Protect-Put-Strategie um rund 37 Prozent zu. Der DAX hat dagegen fast 94 Prozent hinzugewonnen. Trotz dieses Hinterherhinkens in Hausse-Phasen ist der ETF für Anleger mit langfristigem Anlagehorizont empfehlenswert. Denn erst über mehrere Börsenzyklen hinweg spielt das Konzept seine Stärken voll aus. Das zeigt ein 10-Jahres-Vergleich. Von März 2001 bis März 2011 steht beim DAX ein Plus von rund 22 Prozent. Der DAXplus Protective Put Index hat im gleichen Zeitraum mit einer Performance von 80 Prozent klar besser abgeschnitten – und das bei deutlich geringerer Volatilität

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