An der Börse kann es wie an der See auch mal rauer werden.
An der Börse kann es wie an der See auch mal rauer werden.

Aktionäre fuhren dieses Jahr Achterbahn. Beispiel Dax: Zunächst erreichte das Börsenbarometer im Januar sein Allzeithoch ehe er bereits im Februar deutlich Federn lassen musste. Im Frühjahr ging es dann wieder oben und Mitte Juni wieder ein Stück nach unten. Die Anstiege im Juli waren im September wieder verflossen. Das Auf und Ab ist kaum verwunderlich. Für Unsicherheit sorgten eine Reihe von Gründen: Dazu zählten etwa der Handelsstreit zwischen den USA und der Europäischen Union (EU), der Facebook-Datenskandal sowie die Turbulenzen der Regierungsbildungen in Deutschland und Italien.

Der Dax ist ein Marathonläufer

Marktschwankungen wie die aufgezeigten sind nicht ungewöhnlich. Wer in Aktien investiert, sollte sich darüber im Klaren sein und nicht in Panik verfallen. Auf lange Sicht haben Anleger mit Aktien erfahrungsgemäß gute Chancen, attraktive Renditen zu erzielen. Welches Potenzial Titel von großen, börsennotierten Unternehmen haben, zeigt allein die Dax-Historie. Das deutsche Börsenbarometer feierte im Sommer 2018 seinen 30. Geburtstag. Am 1. Juli 1988 startete der Leitindex mit 1.163 Punkten. Gut drei Jahrzehnte später notierte er bei rund 12.200 Zählern – und damit mehr als zehnmal höher als zu Beginn.

Andererseits: Welcher Anleger lässt sein Geld schon 30 Jahre liegen, ohne es umzuschichten oder erzielte Buchgewinne zu realisieren? Wer ein glückliches Händchen hat, kann natürlich auch innerhalb viel kürzerer Zeiträume ordentlich Geld verdienen. Aber dies ist häufig dem Zufall geschuldet. Selbst die besten Aktienstrategen der Welt können nicht in die Zukunft sehen. Auch sie können nicht mit Sicherheit sagen, welche Papiere in Zukunft auf die Siegerstraße einbiegen. Das Gleiche gilt für andere Anlageklassen wie Anleihen, Immobilien oder Rohstoffe. Keiner weiß genau, wohin die Reise geht.

Risiken senken durch Streuung

Die gute Nachricht vorweg: Die Unkalkulierbarkeit der einzelnen Anlageklassen kann Anlegern egal sein, wenn sie ihr Kapital systematisch auf mehrere Anlageklassen, Anlageregionen und Branchen verteilen. Dadurch streuen sie ihr Investmentrisiko. Zieht es die Aktienmärkte in die Tiefe, können Anleihen die Verluste im Depot vielleicht wieder ausgleichen oder begrenzen. Oder: Geht eine Branche unerwartet in die Knie – man denke an den Automobilsektor, der im Zuge des VW-Abgasskandals und des globalen Handelsstreits unter die Räder kam – können dies Aktien aus anderen Sektoren vielleicht wieder wettmachen.

Kurzum: Anleger sind Marktschwankungen nicht hilflos ausgeliefert. Wer sein Kapital breit streut, kann Kurseinbrüche gut überstehen. Dies geht besonders gut mit börsengehandelten Indexfonds (ETFs). Sie bilden schlicht und einfach einen breiten Marktindex nach. Ein Beispiel aus der Aktienwelt: Wer sein Kapital in den Euro Stoxx 50, den S&P 500 und den Nikkei 225 investiert, verteilt es auf insgesamt 775 Aktienwerte und auf drei entwickelte Regionen (Eurozone, USA und Japan). Noch breiter ist man mit einem ETF auf den MSCI World aufgestellt, der mehr als 1.600 Aktien aus 23 Industrieländern enthält. Darüber hinaus können Anleger natürlich auch auf andere Regionen setzen, etwa Schwellenländer aus Asien und Lateinamerika. Auch im Anleihenbereich lassen sich verschiedene Regionen mischen.

Besonders günstig geht es mit ETFs

Neben der breiten Streuung haben Indexfonds den großen Vorteil, dass sie im Vergleich zu aktiv gemanagten, also klassischen, Investmentfonds deutlich kostengünstiger sind. Anleger zahlen für die Verwaltung der ETFs eine geringere Gebühr, was sich auf lange Sicht bemerkbar macht. Grund: ETFs sind passiv gemanagte Finanzprodukte. Das Fondsvermögen wird nur dann umgeschichtet, wenn sich die Zusammensetzung des Index ändert, also ein Unternehmen den Index verlässt und ein anderes aufrückt, oder wenn sich die Gewichtung innerhalb des Index verschiebt. Für die Fondsgesellschaft ist es nicht erforderlich, aktive Anlagestrategien oder aufwendige Auswertungen auszuarbeiten.

Fazit: Wer sein Erspartes auf viele Körbe verteilt, kann in turbulenten Börsenzeiten besser schlafen. Dazu müssen Anleger auch keine Finanzmarktstudien betreiben. Denn über Indexfonds ist dies einfach und kostengünstig möglich. Nach erfolgter Beratung findet sich je nach Anlagehorizont und Risikotragfähigkeit für jeden Anleger das passende Depot.

Hinweis: Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit growney ( Zum Testbericht).

growney Testbericht

Bei growney ( Zum Testbericht) ragen vor allem die Bereiche Kosten und Service heraus. Gerade mit sehr niedrigen Servicegebühren (ab 50.000 €) und einem weitreichenden und sehr kundenfreundlichen Serviceangebot kann der Robo-Advisor punkten. Das Angebot von growney ist mit fünf Anlagestrategien zufriedenstellend aber ausbaufähig.

4.5

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Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin „Der Aktionär“ tätig. Im Anschluss schrieb er mehr als vier Jahre für das Verbraucherportal biallo.de und einige Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extra-funds.de und das EXtra Magazin.