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db x-trackers emittiert zwei neue ETFs auf S&P Equal Weight und ATX

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db X-trackers hat den ersten ETF auf den S&P 500 Equal Weight Index im XTF-Segment der Deutschen Börse sowie der Börse Stuttgart gelistet.Gleichzeitig emittiert der ETF-Anbieter der Deutschen Bank ein börsengehandeltes Indexprodukt auf den österreichischen ATX.

Der S&P 500 Equal Weight Index bildet die Entwicklung der 500 größten Unternehmen des US-Aktienmarktes ab, die an den Börsen NYSE Euronext oder Nasdaq OMX gelistet sind. Jedoch sind beim Equal Weight Index alle Bestandteile annähernd gleich gewichtet. Dagegen werden beim traditionellen S&P 500 Index die Indexmitglieder analog ihrer Marktkapitalisierung gewichtet. Beispielsweise weisen die größten Mitglieder, der Elektronikkonzern Apple und das Energieunternehmen Exxon Mobil, eine Gewichtung von 3,4 beziehungsweise 3,5 Prozent auf. Im S&P 500 Equal Weight Index sind dieselben Bestandteile wie im traditionellen S&P 500 Index enthalten, jedoch ist die Gewichtung auf jeweils 0,2 Prozent festgelegt. Beide Indizes werden von Standard & Poor’s Financial Services LLC berechnet.

Gleichgewichteter Index war in den vergangenen Jahren renditestärker

„Kapitalgewichtete Indizes können eine hohe Konzentration bei einzelnen Unternehmen oder Branchen besitzen, die von Anlegern oft nicht gewünscht ist. Daher sehen wir eine Nachfrage nach Indizes, bei denen die Mitglieder gleich gewichtet sind, um einen zu hohen Fokus auf die größten Unternehmen im Portfolio zu vermeiden“, sagt Thorsten Michalik, Leiter db X-trackers Deutsche Bank Exchange Traded Funds. Die Gleichgewichtung habe in der Vergangenheit immer wieder dazu geführt, dass der Equal Weight Index sich besser als der traditionelle Index entwickelt habe. Nach Angaben des Indexsponsors Standard & Poor’s hat der S&P 500 Equal Weight Index in den vergangenen drei Jahren bis Ende 2011 eine Wertentwicklung von 21,2 Prozent und in fünf Jahren von 1,75 Prozent gezeigt. Dagegen habe der S&P 500® Index mit traditioneller Gewichtung über drei Jahre 14,1 Prozent zugelegt und über fünf Jahre 0,25 Prozent an Wert verloren. (Wertentwicklung in US-Dollar gerechnet). Eine bessere Entwicklung des gleichgewichteten Index gehe auch aus einer Studie des EDHEC-Risk Institute in Paris hervor, einem Teil der EDHEC Business School. In der Studie „Improved Beta“ A Comparison of Index-Weighting Schemes“ vom September 2011 seien die beiden Varianten des S&P 500 Index im Zeitraum von Januar 1999 bis August 2011 verglichen worden. Die gleichgewichtete Variante habe nach Angaben der Autoren von EDHEC eine Wertentwicklung von durchschnittlich 6,0 Prozent im Jahr erzielt gegenüber 1,4 Prozent p.a. beim traditionellen Index mit Gewichtung nach Marktkapitalisierung (Wertentwicklung in US-Dollar.

ATX-ETF vervollständigt die Angebotspalette von db x-trackers

Gleichzeitig hat db X-trackers an der Deutschen Börse den ATX ETF gelistet, dessen unterliegender Index die Wertentwicklung des österreichischen Aktienmarktes abbildet. Der von der Wiener Börse berechnete ATX Index umfasst die größten und umsatzstärksten österreichischen Unternehmen, die an der Wiener Wertpapierbörse (WWB) notiert sind. Hauptkriterien für die Aufnahme in den Index sind eine hohe Marktkapitalisierung und ein hoher Börsenumsatz. Derzeit umfasst der ATX 20 Aktien. Die größten Gewichtungen weisen nach Angaben des ETF-Anbieters der Energiekonzern OMV (13,36 Prozent) und Erste Bank (12,52 Prozent) auf. „Unser Ziel ist es, für alle wichtigen europäischen Industrieländer einen ETF anzubieten, der den jeweils wichtigsten Aktienindex des Landes abbildet. Mit dem ATX ETF vervollständigen wir unser Angebot weiter“, kommentiert Michalik.

Hier die beiden ETF im Detail:

Fondsname: db x-trackers S&P 500 Equal Weight ETF
ISIN: LU0659579493
Pauschalgebühr p.a.: 0,30%
Handelswährung USD

Fondsname: db x-trackers ATX ETF
ISIN: LU0659579063
Pauschalgebühr p.a.: 0,25%
Handelswährung EUR

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Uwe Görler ist seit fünf Jahren Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“ und das „Portfoliojournal“. Davor schrieb er in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und schrieb Beiträge für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.