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db x-trackers wird zweitgrößter ETF-Anbieter Europas

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Wie aus dem heute veröffentlichten ETF-Research von BlackRock „ETF Landscape Industry Highlights – End July 2011″ hervorgeht, rutscht der ETF-Anbieter Lyxor in Europa nun auf Platz 3. Mit einem Marktanteil von 16,1 Prozent liegt db x-trackers nun  knapp über Lyxor. iShares kann seine Marktführerschaft weiter behaupten. Deren Marktanteil liegt bei 36,7 Prozent.

Insgesamt wurden Ende Juli 2011 weltweit 2.847 ETFs (6370 Listings) mit einem veranlagten Vermögen in Höhe von 1,444 Billionen USD von 148 ETF-Anbietern angeboten. Im Vergleich zum Vorjahr stieg damit die Anzahl der ETFs um 565 ETFs. Die darin investierte Summe konnte um 349 Mrd. USD zulegen.

Wechsel in der ETF-Anbieter-Rankingliste

Zu nennenswerten Veränderungen kam es in der Rankingliste der europäischen Anbieter. So konnte mittlerweile db x-trackers als Anbieter der Deutschen Bank den bisherigen zweitplatzierten Lyxor Asset Management verdrängen. Ende Juli waren in die ETFs der Deutschen Bank mit europäischen Börsenlistings 52,1 Milliarden USD (rund 36,1 Mrd. EUR) investiert. Damit verfügt die Deutsche Bank mit ihren Produkten der Marke db x-trackers über 16,1 Prozent Marktanteil. Auf den Drittplatzierten Lyxor entfallen 50,1 Mrd. USD (15,4 Prozent Marktanteil). Unangefochten auf Platz 1 in Europa rangiert aber nach wie vor mit deutlichem Abstand iShares mit 119,2 Mrd. USD. Der ETF-Anbieter verfügt damit über 36,7 Prozent Marktanteil. Auch weltweit zählt iShares mit 475 ETFs und Börsenlistings in Höhe von weltweit 618 Mrd. USD zum größten ETF-Anbieter. 42,8 Prozent des Weltmarktanteils entfallen auf iShares.

Industrieländer-Aktien bevorzugt

Gegenüber dem Vormonat konnte das veranlagte Vermögen um 0,1 Prozent zulegen. Die Netto-Zuflüsse betrugen 22,6 Mrd. USD. 13,8 Mrd. USD flossen davon in den Aktienmarkt. Der Großteil des Geldes in Höhe von 11,9 Mrd. USD wurde dabei in den entwickelten Industriestaaten angelegt, gerade einmal 1,9 Mrd. USD flossen in die Emerging Markets. Auf den Anleihenmarkt entfallen 3,1 Mrd. USD, allein ein Drittel davon wurde in High Yield Bonds investiert. Zu Abflüssen in Höhe von 300 Mio. USD kam es hingegen bei Inflationsanleihen. In Rohstoffe flossen 5,7 Mrd. USD. Die Zuflüsse sind auf verstärkte Investments in Edelmetall-ETFs zurückzuführen, die 6,5 Mrd. USD betrugen. Abflüsse dagegen verzeichneten Energie-ETFs. Getrennt haben sich Anleger von Hebel- und Short-ETFs. Aus Hebelprodukten wurden 600 Mio. USD abgezogen, bei Short-Produkten, die auf fallende Märkte setzen, wurden 300 Mio. USD abgezogen.

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Uwe Görler ist seit fünf Jahren Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“ und das „Portfoliojournal“. Davor schrieb er in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und schrieb Beiträge für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.