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Die Deutsche Bank hat entschieden, dass sie im Interesse ihrer Kunden weiterhin Finanzinstrumente auf Agrarprodukte, darunter auch ETFs, anbieten wird.

Die eingesetzte Arbeitsgruppe ist eigenen Angaben zufolge nach umfangreicher Prüfung und der Auswertung zahlreicher Untersuchungen zu dem Ergebnis gekommen, dass es kaum stichhaltige empirische Belege für die Behauptung gibt, die zunehmende Bedeutung von Agrarfinanzprodukten sei für Preissteigerungen oder erhöhte Preisschwankungen verantwortlich. Gleichzeitig werden aber laut der Untersuchung zahlreiche Vorteile von Agrar-Terminmärkten für Landwirte und Nahrungsmittelverarbeitung gesehen. „Nach intensiver Prüfung und Beratung haben wir deshalb einen vorübergehenden Stopp für die Auflage neuer börsengehandelter Produkte auf Agrarrohstoffe aufgehoben. Auch künftig werden wir bei neuen Produkten prüfen, dass die zugrunde liegenden Investitionsstrategien nicht das Entstehen von Preisspitzen begünstigen“, so die Begründung der Deutschen Bank.

Der Umgang mit Agrarrohstoffen wird seit einiger Zeit kontrovers diskutiert. Die Deutsche Bank hatte deshalb bereits 2011 infolge einer kontroversen Diskussion zu diesem Thema eine Arbeitsgruppe zur Rolle von Finanzinvestoren bei Warenterminmärkten eingesetzt und im März 2012 entschieden, zunächst keine neuen börsengehandelten Anlageprodukte auf der Basis von Grundnahrungsmitteln mehr aufzulegen.

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Uwe Görler ist seit dem Jahr 2011 Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“, die Online-Plattform extra-funds.de und diverse Medienprojekte der Isarvest GmbH rund um das Thema ETFs und Robo-Advisors. Davor schrieb der gebürtige Dresdner in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und verfasste Beiträge zu den Themenbereichen Wirtschaft & Finanzen sowie Gesundheit für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.