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Deutsche Bank überarbeitet Produktangebot

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Produktstraffung

Die Produktbereinigung im ETP-Bereich geht weiter. Die Deutsche Bank überarbeitet ihr Angebot an passiven Anlageprodukten und schließt im Zuge dieser Maßnahme jeweils 18 ihrer ETFs und ETCs. In Bereichen mit größerem Kundeninteresse rüstet sie dagegen mit neuen Produkten auf.

Deutsche Asset & Wealth Management, die alle Einheiten der Vermögensverwaltung der Deutschen Bank umfasst,  hat das Angebot an börsengehandelten Indexfonds (Exchange Traded Fund, ETF) und börsengehandelten Rohstoffprodukten (Exchange Traded Commodities, ETC) überarbeitet. „Ziel ist, die Palette besser an die aktuelle und erwartete Nachfrage von Investoren anzupassen. Diese Überarbeitung beinhaltet, dass einzelne ETFs beziehungsweise ETCs geschlossen werden oder die Börsennotierung eingestellt wird, da das Interesse der Investoren über einen längeren Zeitraum nicht groß genug war. Gleichzeitig stärkt Deutsche Asset & Wealth Management seine Palette an db X-trackers ETFs und db-X ETCs in Segmenten, bei denen das Unternehmen ein hohes Anlegerinteresse erwartet“, so die Vermögensverwaltungseinheit der Deutschen Bank.

Konzentration auf Produkte mit großer Kundennachfrage

„Der Markt für ETFs und ETCs ist in Europa in den vergangenen Jahren sehr stark gewachsen und hat einen Punkt erreicht, an dem es sinnvoll ist, die Produktpalette noch stärker an den Wünschen der Investoren auszurichten“, sagt Simon Klein, Leiter Sales ETF und ETC für Europa und Asien bei Deutsche Asset & Wealth Management. „Daher haben wir einen umfangreichen Prozess gestartet, um zu definieren, auf welche Segmente wir uns mit neuen Produkten konzentrieren wollen und in welchen das Anlegerinteresse zu gering war“, so die Deutsche Asset & Wealth Management weiter.

Neuauflagen bereits im Genehmigungsprozess

Im Gegenzug würden bereits neue Produkte zum Teil den jeweiligen Regulierungsbehörden bereits zur Genehmigung vorliegen. In den kommenden Monaten sei die Auflage und Börsennotierung von ETFs geplant, die Indizes in folgenden Anlageklassen abbilden: Währungsgesicherte Aktienindizes, Inflationsgeschützte Anleihen weltweit, Staatsanleihen weltweit, Staatsanleihen europäischer Länder wie Spanien oder Italien, Aktienindizes einzelner Länder und Regionen. Geplant sei die Auflage sowohl von ETFs mit direkter wie auch mit indirekter Indexabbildung.

Neu aufgelegt worden sei bereits der db x-trackers MSCI Japan Index UCITS ETF (USD), der die Entwicklung des breiten japanischen Aktienmarktes abbildet, aber das Währungsrisiko für US-Dollar-Investoren weitgehend reduziert. Mit diesem ETF sei auf das Interesse von Investoren reagiert worden, die sich am japanischen Aktienmarkt beteiligen zu wollen, ohne in der Anlagewährung Japanischer Yen investiert zu sein. Seit 2012 gebe es bereits ETFs auf Varianten desselben Index, bei dem das Währungsrisiko für Euro- beziehungsweise Pfund-Anleger fast vollständig reduziert werde. Die Börsennotierung des db x-trackers MSCI Japan Index UCITS ETF (USD) sei für die nächsten Wochen geplant.

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Uwe Görler ist seit fünf Jahren Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“ und das „Portfoliojournal“. Davor schrieb er in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und schrieb Beiträge für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.