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Deutsche bevorzugen heimische Aktien

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Aktien deutscher Unternehmen stehen bei den meisten Anlegern hierzulande klar im Fokus ihrer Anlageüberlegungen. Das ergab eine Depot-Analyse der „Aktion pro Aktie“.

Welche Aktien stehen bei den Deutschen am höchsten im Kurs? Die Direktbanken comdirect ( Zum Testbericht) bank, Consorsbank ( Zum Testbericht), DAB Bank und ING-DiBa ( Zum Testbericht), die gemeinsam die „Aktion pro Aktie“ bilden, haben dazu rund 2,5 Millionen Wertpapierdepots ihrer Kunden ausgewertet. Das Ergebnis: Neun der zehn Top-Titel stammen aus dem DAX. Die Aktie mit dem größten Volumen in den Direktbankendepots ist BASF. Darauf folgen Daimler, Allianz und die Deutsche Telekom. Auf dem fünften Platz findet sich die einzige nichtdeutsche Aktie in den Top 10: Apple. Die Plätze sechs bis zehn werden wiederum von „alten Bekannten“ aus dem Deutschen Aktienindex belegt: Siemens, Deutsche Bank, Bayer, SAP und Commerzbank ( Zum Testbericht).

Auch eine Analyse der Aktientransaktionen zeigt, dass die Deutschen besonders auf heimische Papiere setzen. Von Januar bis Mai 2015 entfielen 58 Prozent der Käufe und Verkäufe auf deutsche und 42 Prozent auf ausländische Werte.

Privatanleger haben durchschnittlich etwa fünf Positionen im Depot

Im Schnitt verfügen die Aktienbesitzer über ein Aktienvolumen von 32.872 Euro, verteilt auf durchschnittlich 5,3 Positionen, sodass sich eine durchschnittliche Aktienpositionsgröße von 6.195 Euro ergibt.

Mit ETFs Verlustrisiiken durch breitere Streuung reduzieren

Anleger, die zur Reduzierung der Verlustrisiken noch breiter streuen möchten, können dies kostengünstig mit nur einem ETF auf den deutschen Leitindex DAX gewährleisten. Mit den anderen vier Positionen des Anlageportfolios  können Anleger dann auch über andere Anlageregionen und -anlageklassen streuen, so dass damit das Verlustrisiko weiter reduziert werden kann. Denn es ist immer gefährlich, allle Eier in ein Nest zu legen.

Die Auswahl an ETFs auf den deutschen Leitindex ist groß. Fondsvolumenstärkster ETF mit einem Anlagevolumen von 8,273 Mrd. EUR ist ein Core-ETF von iShares auf den DAX (WKN: 593393). Der Index wird vollständig repliziert. Die Gesamtkostenquote betragen 0,16 Prozent. Sehr beliebt bei Anlegern und noch hinsichtlich der Gesamtkosten etwas kostengünstiger ist ein Produkt der Deutschen AWM auf den DAX (WKN: DBX1DA). Auch hierbei wird der DAX vollständig repliziert. Die Gesamtkostenquote dideses Core-ETFs beträgt gerade einmal jährlich 0,09 Prozent. Als Alternative stehen beispielsweise ETFs der DEKA (WKN:  ETFL01), von Lyxor (WKN: LYX0AC) und ComStage (WKN: ETF001). Letzterer ETF bildet den DAX als einziger der genannten Produkte übrigens synthetisch via Swaps nach. Das reduziert in der Regel den Tracking Error. Allerdings muss der Anleger dafür mit einem begrenzten Kontrahentenrisiko leben.

 

 

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Uwe Görler ist seit fünf Jahren Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“ und das „Portfoliojournal“. Davor schrieb er in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und schrieb Beiträge für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.