Vaamo und Moneyfarm unterzeichnen den Übernahmevertrag.
Vaamo und Moneyfarm unterzeichnen den Übernahmevertrag.

Der digitale Vermögensverwalter Vaamo ( Zum Testbericht) wird künftig durch den britischen Anbieter Moneyfarm betrieben.

Nach Informationen des Handelsblatts einigten sich die Vaamo ( Zum Testbericht)-Gründer und Geschäftsführer Thomas Bloch und Oliver Vins mit den Londonern nach wochenlangen Verhandlungen schließlich doch. Diese Meldung hat Thomas Bloch gegenüber extra-funds.de bestätigt. Gemeinsam mit Moneyfarm, woran der Versicherungskonzern Allianz beteiligt ist, wolle Vaamo nun ein europaweites Angebot etablieren. Kunden müssten sich aber wohl an eine neue Marke und ein neues Firmenlogo gewöhnen. Bloch und Vins werden weiterhin dabeibleiben. Sie werden Mitglieder des Exekutivkomitees.

„Mit Moneyfarm haben wir einen Partner gefunden, der perfekt zu unserem Kurs passt. Uns vereint das Ziel, ein führender europäischer Anbieter in der digitalen Vermögensverwaltung zu sein, sowie der Anspruch, unseren Kunden die besten Lösungen für den Aufbau und die Sicherung ihres Vermögens zu bieten. Die kombinierte Expertise und unsere jahrelange Erfahrung sind die ideale Grundlage für die Entwicklung von weiteren innovativen und auf die individuellen Bedürfnisse von Privatkunden zugeschnittenen Dienstleistungen“, sagt Thomas Bloch, Gründer und Vorstand von Vaamo.

Ähnlich äußert sich die andere Vertragspartei: „Für uns ist Vaamo der ideale Partner, um unsere Präsenz in Europa zu stärken. Wir sehen Deutschland als attraktiven Wachstumsmarkt mit großem Potential für die digitale Vermögensverwaltung. Die Vision von Vaamo, die private Geldanlage besser und einfacher zu machen, deckt sich mit unseren Zielen, die wir bei Moneyfarm verfolgen“, sagt Giovanni Daprà, Vorstandsvorsitzender von Moneyfarm. Moneyfarm hat sich seit seiner Gründung im Jahr 2011 zu einem der führenden europäischen Online-Vermögensverwalter entwickelt und betreute Ende 2017 rund 30.000 Privatkunden (Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr) mit einem Anlagevolumen von 400 Millionen Pfund, wie im Mai 2018 berichtet. Am deutschen Markt wäre damit nur Scalable Capital ( Zum Testbericht) größer. Nach erfolgreichem Wachstum in den Kernmärkten Italien (seit 2012) und Großbritannien (seit 2015) sei der Einstieg in den deutschen Markt durch die Übernahme von Vaamo der nächste Schritt einer europaweiten Expansion. Vaamo wurde übrigens als erster unabhängiger Robo-Advisor Deutschlands im Jahr 2013 gegründet.

Die Tendenz am Robo-Advisors-Markt ist klar

Der Fall zeigt, in welche Richtung der Robo-Advisors-Markt tendiert. Große Anbieter übernehmen kleine Start-ups. In einigen Fällen kam es bereits zu Kooperationen, etwa bei Scalable Capital ( Zum Testbericht) und ING. In wieder anderen Fällen bauen die etablierten Finanzdienstleister eigene digitale Vermögensverwalter auf. Das gilt etwa für die Deutsche Bank mit Robin ( Zum Testbericht). Ähnliches gilt für die Genossenschaftsbanken, die eng mit Meininvest und Visualvest ( Zum Testbericht) verbunden sind. Bei den Sparkassen wächst derzeit der hauseigene digitale Vermögensverwalter Bevestor heran. „Bislang wurde mit 100 Sparkassen eine Kooperationsvereinbarung für den Bevestor getroffen. Davon nutzen derzeit rund 70 Sparkassen das Bevestor-Angebot“, berichtet ein Sprecher der Deka-Bank, die wiederum zur Sparkassen-Gruppe gehört.

vaamo Testbericht

vaamo überzeugt vor allem durch einen hervorragenden Service mit einer Vielzahl an Kommunikationskanälen und Apps. Auch das Angebot ist sehr gut, mit einer großen Auswahl an Anlagestrategien. Bei Sicherheit hat vaamo durch die Lizenz als Finanzportfolioverwalter viel zu bieten. Die Kosten befinden sich im Mittelfeld. Ab einem Anlagebetrag von 100.000€ sind die Kosten gering.

5

Interesse an News zu ETFs und Geldanlage?

Unser kostenloser Newsletter hält Sie auf dem Laufenden.

Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin „Der Aktionär“ tätig. Im Anschluss schrieb er mehr als vier Jahre für das Verbraucherportal biallo.de und einige Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extra-funds.de und das EXtra Magazin.