Diversifikation klein

Unsicherheit über das Verhalten der Notenbanken sowie die konjunkturelle Entwicklung steigern das Risiko der Kapitalanlage. Investoren sollten daher auf hochdiversifizierte Anlagekonzepte setzen.

Aktuelle Prognosen sehen auf der Bondseite unverändert niedrige Renditen sowie starke Kursschwankungen der Aktienmärkte für das laufende Jahr voraus. „Investoren müssen auf dieses Umfeld reagieren und sollten sich nicht darauf verlassen, mit bestehenden Anlagekonzepten noch auskömmliche Renditen erzielen zu können“, meint Louis Couraceiro, Leiter Institutionelles Geschäft bei der GET Capital AG.

Der Glaube über Faktorportfolios (Smart-Beta) Lösungen zu finden, ist eher der Versuch die frühen 90iger Jahre im neuen Gewande aufleben zu lassen. Dauerhafte Fragestellungen an die Allokation werden damit nicht gelöst. Man sollte einige Schritte im Prozess der Portfoliokonstruktion zurückgehen und grundsätzlich das zugrunde liegende Investment-Universum hinterfragen.

Die Zusammenstellung eines hochdiversifizierten und investierbaren Universums sei bei GET ein dem eigentlichen Investmentprozess vorgelagerter Prozess. Die Datengrundlage bildeten rund 500 Märkte, die im Wesentlichen nach Handelbarkeit, Korrelationen, Güte der Zeitreihe sowie weiteren mathematischen Verfahren (z.B. Clustering) zusammengestellt und regelmäßig bewertet würden.

Der Portfolio-Allokationsprozess mittels Einsatz von ETF setzt auf dieser komplexen Auswertung auf. „Diversifikation ist kein Modethema wie Smart-Beta“, sagt  Couraceiro. Diversifikation lässt sich messen und ist wesentlicher Performancetreiber. GET Capital bedient sich neuester mathematisch-statistischer Verfahren und hat sich darauf spezialisiert, universitäre Forschungsergebnisse der Naturwissenschaften in die anspruchsvolle Finanzwelt zu übertragen. In einem dreistufigen quantitativen Verfahren werden etwa 50 Märkte herausgefiltert, von denen im Schnitt die Hälfte allokiert werden.

GET Capital AG rät Investoren, die Zusammensetzung ihres gesamten liquiden Anlageuniversums zu überprüfen und nach Möglichkeit auf ein handelbares hochdiversifiziertes Universum umzustellen. Nur so bekommt der gern genutzte Begriff der Diversifikation eine neue Dimension!

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Uwe Görler ist seit dem Jahr 2011 Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“, die Online-Plattform extra-funds.de und diverse Medienprojekte der Isarvest GmbH rund um das Thema ETFs und Robo-Advisors. Davor schrieb der gebürtige Dresdner in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und verfasste Beiträge zu den Themenbereichen Wirtschaft & Finanzen sowie Gesundheit für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.