Start ETF-News Dow Jones verliert in der Spitze über 10 Prozent

Dow Jones verliert in der Spitze über 10 Prozent

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Die Griechenland-Krise hat den Dow-Jones-Index an der New Yorker Börse zwischenzeitlich unter die psychologisch wichtige 10.000-Punkte-Marke stürzen lassen. Der Grund sind Panikverkäufe.

1.000 Punkte Verlust

Der Verlust von bis zu 1000 Punkten halbierte sich dann aber bei hektischem Nachmittagshandel binnen Minuten auf 470 Punkte. Händler erklärten die Talfahrt mit der Sorge von Investoren, dass die griechischen Schuldenprobleme die globale Erholung aus der Rezession stoppen könnte. Von Computerprogrammen gesteuerte Verkäufe verstärkten den Abwärtstrend. Den größten Ausschlag nach unten gab es, als Händler Bilder von neuen Zusammenstößen in Athen sahen, wo das Parlament zuvor das einschneidende Sparprogramm gebilligt hatte.

„Der Markt erkennt nun, dass Griechenland in den nächsten paar Jahren eine Depression durchmachen wird“, sagte ein Analyst, Peter Boockvar von Miller Tabak. „Europa ist ein wichtiger Handelspartner von uns, und das bedroht die gesamte globale Wachstums-Story.“

Investoren sind von EZB enttäuscht

Investoren hatten sich den Tag über enttäuscht gezeigt, dass die Europäische Zentralbank (EZB) keine zusätzlichen Maßnahmen ergriff, um ein Ausweiten der Schuldenkrise Griechenlands auf andere Länder zu vermeiden. Verstärkt wurde der Abwärtstrend von enttäuschenden Einzelhandels-Zahlen. Auch der Technologieindex Nasdaq und der Index S&P 500 verloren mehr als vier Prozent. Der Euro litt ebebsi unter der Entwicklung: Er sank in New York erstmals seit März 2009 auf einen Wert von unter 1,26 Dollar.

Quelle: Reuters

Update: 22:40 Uhr – Interessante ergänzende Artikel: Entwarnung an der Wall Street

Update: 22:53 Eine technische Panne? (Quelle: N24)

Parallel zu den Kursen brach in New York auch der Wert des Euro ein. Er wurde für 1,2523 Dollar gehandelt – so billig wie zuletzt im März 2009. Noch am vergangenen Freitag war ein Euro rund 1,33 Dollar wert. Händler in New York sprachen von regelrechten Schockreaktionen auf dem Parkett. „Das ist eine Börsenpanik“, sagte der Analyst Gregori Volokhine vom Finanzdienstleister Meeschaert. Was den plötzlichen Absturz ausgelöst hatte, war zunächst unklar. „Wir wissen es nicht, wir untersuchen das gerade“, sagte Börsensprecher Christian Braakman. Der Absturz kam so plötzlich, dass an der Wall Street Gerüchte kursierten, wonach hinter dem Kurssturz lediglich eine technische Panne stehe.

 

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