Stiftungsarbeit

Als Haus der „guten Lösungen bei komplexen Fragestellungen“ präsentierte sich die Kreissparkasse Ludwigsburg am 14. März bei einer kleinen aber hochkarätig besetzten Veranstaltung zum Thema „Erfolgreiche Stiftungsarbeit in der Niedrigzinsphase“ in ihrer Ludwigsburger Hauptstelle.

„Volles Haus“ dank Umschichtungsrücklage und ETFs

Eingeladen waren Vorstände von Stiftungen überwiegend aus dem Landkreis Ludwigsburg, für die das Thema von großer Bedeutung ist. Denn gerade Stiftungen sehen sich im aktuellen Umfeld immer weniger in der Lage, den Spagat zwischen der zur Stiftungsarbeit notwendigen Ausschüttung und dem geforderten realen Werterhalt des Stiftungsvermögens zu bewerkstelligen. „Die heute präsentierten Werkzeuge – Umschichtungsrücklage und ETFs – sind zwei Möglichkeiten, dieser Situation erfolgreich zu begegnen“, sagte Leif Dockerill, der Leiter der Vermögensverwaltung bei der Kreissparkasse Ludwigburg.

Die erste Möglichkeit beleuchtete anschaulich Referent Horst Ohlmann von der Deutschen Stiftungstreuhand. „Gerade mit der Umschichtungsrücklage verfügen die vielen Stiftungsvorstände, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater nun über ein bisher weitgehend unbekanntes, aber hoch effizientes Steuerungselement für ihre Stiftungen“, erläuterte Ohlmann.

ETFs in der Stiftungsarbeit bereits bekannt

Über die zweite Möglichkeit, die Welt der ETFs, informierte sachkundig Referentin Dr. Stefanie Lang von BlackRock. Ein Instrument, das immerhin schon rund ein Drittel der anwesenden Stiftungsverantwortlichen aus der täglichen Praxis bekannt war. „ETFs und generell Wertpapiere werden bei Stiftungen immer noch viel zu selten eingesetzt“, stimmte ein selbstkritischer Stiftungsvorstand zu: „Angesichts der völlig erodierten Zinssituation eigentlich unverantwortlich. Zumal Stiftungen genauso wie Privatanleger durch ETF-Lösungen auch auf der Kostenseite unterstützt werden.“

„Ohne genaue Kenntnis der Gestaltungsmöglichkeiten bei Stiftungen, einem zielgerichteten Einsatz der Anlageinstrumente und langjähriger professioneller Managementerfahrung sollte man sich in der aktuellen Zinssituation eigentlich nicht mehr an das Anlagevermögen einer Stiftung trauen“, erklärte Dockerill, der die Vermögensverwaltung für viele Stiftungen verantwortet. Denn spätestens, wenn die hohen Kupons der noch laufenden Anlagen fällig werden, sei die Ausschüttungsfähigkeit vieler Stiftungen gefährdet.

Eine Erkenntnis, die viele Teilnehmer mit nach Hause nahmen.

Mehr über die Kreissparkasse Ludwigsburg erfahren Sie auf unserer KSK Ludwigsburg-Themenseite. Interessieren könnte Sie auch unser Artikel Sparkassen geben Gas.

Leif Dockerill

Über Leif Dockerill

Seit 2012 verantwortet Leif Dockerill als Leiter der Vermögensverwaltung die unterschiedlichen Vermögensverwaltungsstrategien der Kreissparkasse Ludwigsburg.
Zuvor verwaltete er das Vermögen von Investoren bei einer Privatbank in Stuttgart.
Am Bodensee studierte der gebürtige Hamburger Internationale Betriebswirtschaftslehre. Seit 5 Jahren ist Leif Dockerill Mitglied in der Fach-Jury für die Extra-ETP-Awards.

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Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann studierte Franz Rieber Informationsorientierte Betriebswirtschaftslehre und hat einen Master-Abschluss in Finance & Banking. Seit 2016 ist Franz Rieber für die Isarvest GmbH tätig und für das Projektmanagement und die Kundenbetreuung verantwortlich.