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Erster europäischer ETF auf globale Robotikindustrie

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Erster europäischer ETF auf globale Robotikindustrie

ETF Securities bringt in Zusammenarbeit mit ROBO-STOX den ersten in Europa gelisteten ETF auf den Markt, der die weltweite Robotik- und Automatisierungsindustrie abbildet.

Der ROBO-STOX Global Robotics and Automation GO UCITS ETF (WKN: A12DB1) ist an der Londoner Börse gelistet. Der erste und europaweit einzige ETF auf die Robotik- und Automatisierungsindustrie bietet Investoren einen einfachen, liquiden und kosteneffizienten Zugang zu diesem dynamischen Megatrend und damit zu Industriesektoren, die sich schnell entwickeln.

„Wir freuen uns, zusammen mit ROBO-STOX diesen innovativen ETF auf einen spannenden Wachstumssektor auf den Markt zu bringen“, sagt Howie Li, Co-Head von CANVAS, bei ETF Securities. „ROBO-STOX ist als Marktführer für Investmentanalysen von Unternehmen aus der Robotik- und Automatisierungsindustrie anerkannt. Keine andere Organisation konnte diesen Sektor bisher erfassen. Die neue Investmentlösung bietet Anlegern ein weltweites Portfolio an börsennotierten Unternehmen aus der Robotik- und Automatisierungsindustrie. In dem Index sind sowohl junge, schnell wachsende als auch etablierte Unternehmen enthalten. Dabei wird breit über Länder, Sektoren und Marktkapitalisierung diversifiziert“, so Li weiter.

Richard Lightbound, Partner und CEO von ROBO-STOX® Partners Ltd., ergänzt: „Wir glauben, dass sich die Welt in der Frühphase einer neuen, umwälzenden wirtschaftlichen Ära befindet. Diese ist durch den wachsenden Einsatz ausgeklügelter Robotik- und Automatisierungstechnologien in allen Bereichen der Industrie und des täglichen Lebens geprägt. Die einzigartige Plattform CANVAS von ETF Securities und die Erfahrung des Teams bei der Entwicklung von innovativen Investmentprodukten wird uns helfen, europäische Investoren erstmals für diesen schnell wachsenden Sektor zu gewinnen.“

Nach dem Anbruch des Internetzeitalters haben sich laut ETF Securities Technologien wie maschinelles Sehen, Bewegungssensoren sowie Bild- und Spracherkennung dynamisch weiterentwickelt. Die Folge: Roboter könnten immer intelligenter und genauer wissensbasierte Arbeiten auszuführen. Dies erweitere ihren Anwendungsbereich über die Automobilindustrie hinaus, wo Roboter bereits eine wesentliche Rolle spielten, und mache sie für einen Einsatz in Sektoren wie der verarbeitenden Industrie, Dienstleistungen, dem Gesundheitswesen und der Forschung interessant.

„Da die Lohnkosten steigen und Preise für Automatisierungslösungen sinken, nähern sich Unternehmen vermehrt der Schwelle, ab der sie zunehmend auf Robotik-Lösungen zurückgreifen werden. Die alternde Gesellschaft und eine abnehmende Erwerbsbevölkerung werden diesen Trend beschleunigen. Die Herstellung und der Absatz von Robotik-Anwendungen ist stark gestiegen: In den vergangenen zehn Jahren hat sich das weltweite jährliche Angebot von Industrierobotern von 80.000 Einheiten in 2003 auf über 170.000 Einheiten 2013 mehr als verdoppelt“, berichtet ETF Securities.

Robotik und Automatisierung investierbar machen

„Die Wachstumsperspektiven des Sektors für Robotik und Automatisierung sind überzeugend. Bis zum heutigen Tag sehen weder der traditionelle Global Industry Classification Standard (GICS), noch der Industry Classification Benchmark (ICB) – welche beide die weltweiten Industrieeinteilungen definieren und standardisieren – einen offiziellen Sektor für Robotik und Automatisierung vor. Mit der Entwicklung der Industrieeinteilung durch ROBO-STOX wird diese Lücke nun geschlossen, wodurch Investoren und andere Interessenten sich besser mit Unternehmen in diesem Sektor beschäftigen können“, heißt  es weiter.

Die Industrieeinteilung von ROBO-STOX beinhalte Unternehmen entlang der gesamten  Wertschöpfungskette. So werde der gesamte wirtschaftliche Wert der Robotik- und Automatisierungsindustrie erfasst. Dies beinhalte zum Beispiel Unternehmen, die Robotik- und Automatisierungsanlagen herstellten, aber auch Unternehmen, die sich auf Softwarelösungen und Technologien für die Automatisierung spezialisierten. Mit diesem Ansatz der Industrieeinteilung erfasse ROBO-STOX die aktuellen und zukünftigen Vorreiter im Sektor für Robotik und Automatisierung.

Der ROBO-STOX Global Robotics and Automation UCITS Index ermögliche Investoren den Sektor stark diversifiziert und stets aktuell abzubilden, sodass neue Trends zeitnah berücksichtigt würden. Der Index bestehe derzeit aus 82 Unternehmen, die weltweit in der Robotik bzw. Automatisierung geschäftstätig seien und die weltweit wichtigsten Wirtschaftsregionen abdeckten. Die Unternehmen würden aus der Datenbank von ROBO-STOX für die Industrieeinteilung ausgewählt und basierten auf mehreren Filtern. Zum Beispiel müssten sie an einer anerkannten weltweiten Börse notiert sein und Mindestanforderungen zur Marktkapitalisierung und zum durchschnittlichen täglichen Handelsvolumen erfüllen.

Der Index unterscheidet laut ETF Securities zwischen reinen Robotik-Unternehmen, die derzeit 40 Prozent des Index ausmachten, und Unternehmen mit starken Geschäftsbereichen für Robotik (60 Prozent). Die Zusammensetzung des Index werde jedes Quartal überprüft und angepasst. Der Indexwert habe sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als vervierfacht und eine jährliche Rendite von mehr als 18 Prozent erzielt. Damit habe der Index die meisten wichtigen Aktien- und Technologiebenchmarks sowie andere Anlageklassen in der Wertentwicklung übertroffen. Dank der diversifizierten Zusammensetzung des ROBO-STOX war die Indexentwicklung in dieser Zeit trotz der starken Wertentwicklung vergleichsweise wenig volatil gewesen.

Der ROBO-STOX Global Robotics and Automation GO UCITS ETF wird nach Angaben von ETF Securities in drei Fondswährungen (GBP, EUR, US-Dollar) an der Londoner Börse gelistet und ist zum Vertrieb in Großbritannien, Irland, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Italien, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Spanien und Luxemburg zugelassen.

Hier die Details zum ETF:

ROBO-STOX Global Robotics and Automation GO UCITS ETF

  • Fondswährungen: GBP, EUR, USD
  • ISIN: IE00BMW3QX54
  • Ertragsverwendung: thesaurierend
  • Indexabbildung: synthetisch
  • Gesamtkostenquote: 0,95 Prozent

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Uwe Görler ist seit fünf Jahren Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“ und das „Portfoliojournal“. Davor schrieb er in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und schrieb Beiträge für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.