Start ETF-News ETF-Dachfonds: Konzept zahlt sich aus

ETF-Dachfonds: Konzept zahlt sich aus

68
Gewinne_steigen_iStock_000003650675XSmall

Der ETF-DACHFONDS ist ein Vermögensverwaltungskonzept, bei dem überwiegend in börsengehandelte Indexfonds (ETFs) investiert wird.

Erstmals wurden damit die Vorteile von Dachfonds und ETFs in einem Fonds kombiniert. Die Festlegung der Aktienquote hat die größte Bedeutung im Investmentprozess. Sie wird daher sehr flexibel, je nach Marktentwicklung zwischen 0 und 100 Prozent gesteuert. Seit Auflage des Fonds im April 2007 haben sich die Kurse an den Aktienmärkten weltweit sehr wechselhaft entwickelt und insbesondere in den vergangenen Monaten deutliche Abschläge hinnehmen müssen. Flexible Anlagestrategien sollten ihren Mehrwert in schwierigen Marktphasen nachhaltig unter Beweis stellen können.

Computermodell

Während das globale Aktienbarometer, der MSCI World um nahezu 40 Prozent nachgegeben hat, glänzte der Dachfonds mit Stabilität und erzielte seit April 2007 einen Wertzuwachs von 6,3 Prozent. Ein Rückblick: Der Dachfonds wird im April 2007 aufgelegt und es herrscht noch beste Stimmung an den Kapitalmärkten. Die übergeordneten Trends an den Aktienmärkten sind intakt, vereinzelt schon sehr weit fortgeschritten. Geringe Schwankungsbreiten, gemessen über die Volatilität der Aktienindizes, mahnen allerdings zur Vorsicht. Der Fonds wird aktiv mit einem trendorientierten Ansatz gemanagt. Die Marktentscheidung steht dabei im Vordergrund. Größter Wert wird auf die Mischung der Anlageklassen und auf das Timing, also die Entscheidung, wann welche Märkte zu bevorzugen sind, gelegt. Dazu wird ein computergestütztes Modell eingesetzt. Auf Basis dieser Analysen wird die Aktienquote bis zum Juni 2007 zwischen 50 und 80 Prozent gesteuert.

Volatilität

Erste Berichterstattungen zu Subprime und zur aufkeimenden Immobilien- und Kreditkrise in den USA im dritten Quartal 2007. Kurseinbußen sorgen für Nervosität bei den Anlegern und die Volatilität an den Aktienmärkten steigt merklich an. Zinssenkungen der Fed sorgen zwar kurzzeitig für Beruhigung, können die Märkte aber nicht nachhaltig beeindrucken. Die kurzfristigen Indikatoren des Trendphasenmodells geben Verkaufssignale. Die Aktienquote im Fonds wird daraufhin auf bis zu 20 Prozent reduziert. Mit der sogenannten Jahresendrallye erklimmt der DAX gegen Jahresende noch einmal die magische 8000-Punkte-Marke. Sensitive kurzfristige Indikatoren geben erneut grünes Licht für taktische Positionierungen in europäischen Aktien. Die Aktienquote wird kurzfristig von 20 auf 40 Prozent angehoben. Ein Fehlsignal?

Konzept zahlt sich aus

Nervöser Jahresauftakt an den Aktienmärkten weltweit. Noch vor Markteröffnung am 21. Januar 2008 senkt die amerikanische Notenbank (Fed) die Leitzinsen, um eine Marktberuhigung herbeizuführen. Zwar wurde die Aktienquote im Fonds Anfang Januar wieder leicht reduziert, die kräftigen Kursverluste wirken sich aber dennoch negativ auf die Fondsperformance aus. Zudem lösen sie weitere strategische Verkaufssignale aus, was auf ein Ende der positiven Aktienphase hindeutet. Die Aktienquote im Fonds wird folgerichtig erstmals auf unter zehn Prozent reduziert.

Finanzmarktkrise

Auf die spürbaren Rückschläge folgen kurzfristige Gegenbewegungen, die über taktische Positionierungen selektiv genutzt werden. Strategisch wird die Aktienquote aufgrund negativer Trendanalysen weiter niedrig gehalten. Im September beschleunigen sich die Abwärtsbewegungen, auch bei Rohstoffen, so fällt der Ölpreis erstmals wieder unter die 100- Dollar-Marke. Lehmann Brothers bricht zusammen. Die Aktienquote wird im Fonds auf ein Minimum reduziert und die bereits im August sukzessiv aufgebauten Positionen in Renten- und Geldmarkt-ETFs beginnen sich auszuzahlen. Taktisch kommen auch Short- ETFs zum Einsatz. In hoch volatilen Zeiten heißt es einfach mal an der Seitenlinie Platz zu nehmen und auf neue Trendsignale zu warten.

Vermögenserhalt

Der ETF-Dachfonds zeichnet sich durch eine breite Risikostreuung des Kapitals an den internationalen Finanzmärkten aus. Mit der Anlage in einen Dachfonds reduzieren Anleger das Risiko, bei der Vermögensanlage nur von den Ergebnissen eines einzelnen Fonds oder Marktes abhängig zu sein. Eine aktive Vermögensverwaltung, die ihre Flexibilität gerade auch in kritischen Marktphasen ausspielen kann, ist für die langfristige Kapitalanlage besonders geeignet.

TEILEN
Vorheriger ArtikelXETRA-Gold: Schöner Schein
Nächster Artikel6.000 Abonennten bei Deutschland erstem ETF-Magazin
Die Redaktion des EXtra-Magazins setzt sich aus erfahrenen Finanzexperten zusammen. Teilweise veröffentlichen wir auch Gastbeiträge auf unserem Portal. Wir lieben ETFs, Indexfonds und alles zum Thema Geldanlage und arbeiten täglich daran Ihnen die aktuellsten und nützlichsten Informationen zu liefern.