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ETF-Dachfonds senkt Aktienquote auf 55 Prozent

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veritas fondskommentar juni2013

Heute wurde der aktuelle Fondskommentar des ETF-Dachfonds (WKN: 556167) veröffentlicht. Während des Monats Juni hat das Modell sowohl auf Tagesbasis als auch auf Wochenbasis Verkaufssignale generiert, woraufhin die Aktienquote sukzessive von 90% auf 55% zurückgefahren wurde.

Seit der Finanzkrise 2008 haben die Notenbanken weltweit die Märkte mit Liquidität geflutet und eine extrem lockere Geldpolitik betrieben, woraufhin die internationalen Aktien-, Anleihe- und Rohstoffmärkte angestiegen sind. Im Juni hat der Präsident der US-amerikanischen Zentralbank die Märkte mit der klaren Ansage geschockt, dass die extrem lockere Geldpolitik wohl schon dieses Jahr zurückgefahren wird. Daraufhin standen die internationalen Aktien-, Anleihe- und Rohstoffmärkte weltweit unter enormem Verkaufsdruck. Besonders stark betroffen waren die Schwellenländerbörsen, in die viel Geld aus Amerika und Japan geflossen war. Hier fand ein regelrechter Ausverkauf statt. An den internationalen Anleihemärkten hat die bevorstehende Zinswende ebenso zu panikartigen Verkäufen geführt. Nach dem rasanten Renditeanstieg von zehnjährigen US-Staatsanleihen von 1,6% auf 2,5% scheint die Zinswende eingeläutet zu sein. So haben US-amerikanische Privatanleger im Juni 60 Milliarden US-Dollar aus Rentenfonds abgezogen. Weiter – hin haben Verwerfungen am chinesischen Geldmarkt die Märke belastet. Zeitweise musste die chinesische Zentralbank PBOC einigen Großbanken zusätzliche Liquidität bereitstellen. Da Verwerfungen am Geldmarkt ein Vorbote der letzten großen Finanzkrise waren, warnen einige Analysten bereits vor einer möglichen Kreditkrise in China.

Aktien-ETFs sinken auf 55 Prozent

Aufgrund der fallenden Aktien- und Rentenmärkte verbuchte der ETF-DACHFONDS (WKN: 556167) im Juni ein Monatsminus von 4,16% und insgesamt eine Jahresperformance von 0,49%. Während des Monats Juni hat unser Modell sowohl auf Tagesbasis als auch auf Wochenbasis Verkaufssignale generiert, woraufhin die Aktienquote sukzessive von 90% auf 55% zurückgefahren wurde. Dabei wurden die Aktienbestände aus den Schwellenländern im Monatsverlauf komplett verkauft. Die Renten-ETFs wurden dementsprechend auf eine Rentenquote auf 42% aufgestockt. Für die Rohstoffmärkte hat unser Modell tägliche und wöchentliche Verkaufssignale geliefert, so dass die Allokation im Juni hier 0% betrug.

veritas fondskommentar allokation

Renten- und Aktien-ETFs aus Schwellenländern verlieren

Alle im ETF-DACHFONDS (WKN: 556167) allokierten Aktien- und Renten-ETFs mit Ausnahme des ETF auf japanische Aktien haben zum Monatsminus beigetragen. Unter besonders starkem Verkaufsdruck standen die Aktien- und Renten-ETFs aus den Schwellenländern sowie ETFs auf asiatische Aktien und Immobilienaktien. Die größten Verlustbringer im ETF-DACHFONDS (WKN: 556167) waren der ETF auf europäische Immobilienaktien mit einem Minus von 8,1%, der ETF auf Aktien aus den Schwellenländern mit einem Kursverlust von 7,0% und der ETF auf Aktien aus der Region Asien-Pazifik, der um 6,4% fiel. Aber auch die Renten-ETFs haben zum Teil deutliche Verluste erlitten. So ist der ETF auf Staatsanleihen aus den Schwellenländern um 5,5% gefallen, während der ETF auf langlaufende amerikanische Staatanleihen einen Kursverlust von 2,8% verbucht hat.

ETF-Anleger richten sich auf unruhige Zeiten ein

In diesem Umfeld fragen sich die Anleger momentan, ob es sich um eine vorübergehende Korrektur an den Börsen handelt oder ob das erwartete Ende der extrem lockeren US-amerikanischen Geldpolitik eine Trendwende an den internationalen Kapitalmärkten eingeläutet hat. Die Phase, in der die Aktienmärkte nur deshalb gestiegen sind, weil die Anleihen als Anlagealternative aufgrund ihrer niedrigen Verzinsung nicht attraktiv war, scheint vorbei zu sein. Die Investoren werden mit Spannung die Veröffentlichung der Unternehmensergebnisse für das abgelaufene Quartal verfolgen, um zu sehen, ob Aktien aus eigener Kraft überzeugen können. Aus technischer Sicht haben viele internationale Aktienmärkte ihren Aufwärtstrend verlassen und befinden sich nun in einer Konsolidierungsphase. Sobald die US-amerikanische Zentralbank ihre Geldpolitik tatsächlich strafft, dürften in größerem Umfang bestehende Positionen aufgelöst werden. Dadurch wird die Schwankungsanfälligkeit an den Märkten sicherlich zunehmen.

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