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ETF-Market-Review: ETF-Nettozuflüsse in Europa gesunken

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Die Nettomittelzuflüsse im August betrugen im August 3,1 Mrd. Euro.

Die europäische ETF-Branche verbuchte im August lediglich Nettomittelzuflüsse in Höhe von 3,1 Mrd. EUR. Das ist der niedrigste Stand seit November 2016. Das geht aus dem ETF-Market-Review von Thomson Reuters Lipper hervor. Seit Jahresbeginn flossen 61,3 Mrd. EUR in europäische ETFs. Das in ETFs verwaltete Vermögen beträgt per Ende Juli 2017 582,6 Mrd. EUR. Das sind 1,4 Mrd. EUR mehr als noch im Vormonat. Das Wachstum beruht auf Nettomittelzuflüssen im August. Zurückgehende Kurse sowie Währungsverluste belasteten jedoch das in ETFs verwaltete Vermögen.

ETF-Market-Review: US-Titel bei Aktien bevorzugt

Die Mehrheit der ETFs in Europa ist mit 404,9 Mrd. EUR in Aktien-ETFs investiert, gefolgt von Bond-ETFs (147,7 Mrd. EUR) und Rohstoff-ETFs (17,9 Mrd. EUR). In Geldmarkt-ETFs sind zudem 4 Mrd. EUR investiert, in vermögensverwaltenden Multi-Asset-ETFs betragen die darin angelegten Geldbeträge 0,6 Mrd. EUR. Bevorzugt im Aktienbereich wurden laut dem ETF-Market-Review ETFs auf die Region USA. In ihnen sind allein 86,8 Mrd. EUR investiert, gefolgt von ETFs auf die Eurozone (50,5 Mrd. EUR) und globale Aktienindizes (44,4 Mrd. EUR).

Anleihen-ETFs waren im August besonders gefragt

Im August 2017 bevorzugten jedoch Anleger Anleihen-ETFs. Auf sie entfallen 2,1 Mrd. EUR der Nettomittelzuflüsse. In Aktien-ETFs flossen hingegen nur 1,0 Mrd. EUR.

Starke Konzentration bei ETF-Zuflüssen und ETF-Anbietern

Sowohl bei den ETFs als auch bei den ETF-Anbietern in Europa zeigt sich laut dem ETF-Market-Review von Thomson Reuters Lipper eine starke Konzentration. So sorgten vor allem Aktien aus Deutschland, den USA, Europa sowie den Emerging Markets, aber auch Branchen-ETFs auf die Finanzindustrie für den Großteil der Nettomittelzuflüsse.  Im Anleihenbereich favorisierten Anleger Hochzinsanleihen aus den Schwellenländern sowie Unternehmensanleihen aus Industriestaaten. Die höchsten Abflüsse verbuchten hingegen Geldmarkt-ETFs, Aktien aus Japan, der Eurozone sowie den USA.

Das gleiche Bild zeigt sich bei den ETF-Anbietern. Gerade einmal 19 von 48 ETF-Anbietern verbuchen ein ETF-Anlagevolumen von einer Milliarde und mehr. Zehn der ETF-Anbieter verwalten 93,21 Prozent des Gesamtanlagevolumens. Das heißt, 38 der in Europa tätigen ETF-Anbieter vereinen insgesamt gerade einmal 6,79 Prozent des Gesamtanlagevolumens.

Der größte ETF-Anbieter in Europa ist iShares, gefolgt von Xtrackers, Lyxor, UBS und Amundi. Die höchsten Nettomittelzuflüsse im August verbuchten iShares (1,8 Mrd. EUR), State Street (SPDR) mit 0,4 Mrd. USD und Vanguard (0,3 Mrd. USD).

 

 

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Uwe Görler ist seit fünf Jahren Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“ und das „Portfoliojournal“. Davor schrieb er in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und schrieb Beiträge für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.