ETF-Marktbericht
Der wöchentliche ETF-Marktbericht der Börse Frankfurt informiert über die ETF-Trends der vergangenen Woche.

Der wöchentliche ETF-Marktbericht der Börse Frankfurt informiert über ETF-Trends und den ETF-Handel der vergangenen Woche. Erfahren Sie, welche ETFs bei Anlegern auf besonderes Interesse stoßen.

Aktueller ETF-Marktbericht

15. Januar 2019. FRANKFURT (Börse Frankfurt). In der ersten vollen Handelswoche des Jahres scheinen sich Anleger aktiv mit ihren Investments zu beschäftigen. ETF-Spezialisten berichten einhellig von anziehenden Umsätzen im Geschäft mit börsengehandelten Indexfonds. „Wir haben gut zu tun“, meldet Tobias Runkehl von IMC. Anders als über weite Strecken des vergangenen Jahres engagierten sich Investoren derzeit stärker in ETFs mit Aktien aus dem Euroraum. MSCI Europe ex UK-Tracker (WKN: A0J204) würden ebenso unterm Strich gekauft wie Stoxx Europe 600- (WKN: 263530), Euro Stoxx 50- (WKN 593395) und DAX-Produkte (WKN: ETFL01).

Der Zuspruch geht einher mit steigenden Notierungen europäischer Aktien. Der DAX legte vergangene Woche um 1,1 Prozent zu, der Euro Stoxx 50 und französische CAC 40 verabschiedeten sich mit einem etwas kleineren Plus aus dem Handel. Die spanischen und österreichischen Leitindizes verbuchten Gewinne um 1,5 Prozent. „Vielleicht wendet sich das Blatt“, meint Runkehl.

Raus aus US-Aktien

Denn parallel dazu verkauften Investoren unterm Strich ihre US-ETFs. Indexfonds, die sich am MSCI USA (WKN A1XB5V) und S&P 500 (WKN: A1C5E9) orientieren, kämen ebenso per Saldo aus den Depots raus wie Nasdaq 100-Tracker (WKN: 801498).
Oliver Kilian bestätigt die tendenzielle Abkehr von US-Aktien. Die UniCredit-Kunden verabschiedeten sich unterm Strich von MSCI USA- (WKNs: A1W5DG, A1W5DE), S&P 500- (WKN: A1C5E9) sowie Nasdaq 100-ETFs (WKN: 801498).

Auch von japanischen Aktien etwa im MSCI Japan (WKN: A0DK60) trennen sich Anleger nach Angaben Mohrs zumeist.

Unsicherheit bleibt

„Knapp 40.000 Trades sind für den Jahresauftakt recht ordentlich“, befindet Frank Mohr, der ebenfalls von Verkaufsdruck bei S&P 500-Produkten zugunsten von Portfolios mit europäischen und weltweiten Aktien etwa im MSCI World berichtet. Aktien-Investments machten 74 Prozent des Orderaufkommens aus, Fixed Income-Produkte immerhin ansehnliche 24 Prozent. An der Verteilung erkennt der Händler das schwierige politische Gesamtumfeld. Über alle Anlageklassen hinweg überwögen mit 54 Prozent die Abflüsse. Vor dem Hintergrund der heutigen Brexit-Abstimmung im britischen Parlament halten sich Investoren nach Beobachtung Mohrs derzeit eher bedeckt.

Risiken eindämmen

Oliver Kilian sieht eine Tendenz Richtung breit engagierte Indexfonds. Tracker des MSCI World (WKN: A0HGV0) gehören bei der UniCredit zu den Gewinnern.

Auf die Reduzierung von Schwankungen ihrer Positionen zielten Käufer des MSCI World Minimum Volatility (WKN: A1J781) und MSCI Euro Minimum Volatility Index (WKN: A1J783).

Schwellenländeraktien gefragt

Rege in beide Richtungen gespielt werden Kilian zufolge Schwellenländer-Werte. Zu den meist gehandelten Produkten gehörten bei der UniCredit Tracker des Barclays Capital Emerging Markets Local Currency Core Government Index (WKNs: A1JADV).

Runkehl bestätigt das Interesse an Aktien aufstrebender Staaten. Seine Kunden positionierten sich per Saldo zum Beispiel in MSCI Emerging Markets-Produkten (WKN: A111X9, A2H58J).

Defensive Werte überzeugen

Im Handel mit Aktienportfolios einzelner Sektoren fokussi16erten sich die Kunden der Commerzbank ( Zum Testbericht) in erster Linie auf die Technologiebranche, gefolgt von der Energieindustrie. In beiden Bereichen verbucht Mohr leichte Rückflüsse. Aktien der Grundstoffeindustrie und Immobilienanteile legten sich Anleger indes verstärkt in die Depots.

von: Iris Merker
15. Januar 2019, © Deutsche Börse AG

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Markus Jordan ist Gründer und Herausgeber des EXtra-Magazins. Einer der führenden ETF-Informationsplattformen in Deutschland. Er hat über 25 Jahre Erfahrung im Bereich Finanzen und Geldanlage mit Schwerpunkten auf Exchange Traded Funds, Robo-Advisors und digitale Bankdienstleistungen und ist ein gefragter Experte auf diesen Gebieten.