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ETF-Schwellenländer-Investment als strategische Allokation

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Emerging-Markets-Dachfonds bieten die Möglichkeit, mit ETFs auch als strategische Allokation einfach in Schwellenländer zu investieren. Das Prinzip: Chancen wahrnehmen mit Verlustbegrenzung durch Trendfolgeansatz und Investitionssteuerung zwischen null und hundert Prozent.

Emerging Markets tragen bereits über 45 Prozent zum weltweiten Bruttoinlandsprodukt bei. Dass sie beachtliche Wachstumspotenziale bieten, hat sich längst herumgesprochen. Entsprechend erfreuen sich ETFs auf Schwellenländer zunehmender Beliebtheit. Meist werden sie taktisch eingesetzt – als Gewinnbringer zusätzlich zum Basisinvestment. Mit ein Grund für den vorsichtigen Einsatz als Beimischung ist das in der Regel schlechtere Profil bezüglich Volatilität und Risiko: Ausfall- und Währungsrisiken, Unsicherheiten wie Handelsbeschränkungen oder Verstaatlichungen, fehlende Rechtssicherheit oder wirtschaftliche Intransparenz. Doch das Bild ist nicht einheitlich. Zudem erfüllen einige Länder bereits die Standards etablierter Märkte.

Chancen langfristig nutzen

Aufgrund der Bedeutung der Zukunftsmärkte stellt sich die Frage, wie sich deren Renditechancen nicht nur durch Beimischung, sondern langfristig mit einer strategischen Allokation nutzen lassen. Und zwar ohne dass ein Anleger durch aufwendiges Taktieren versuchen muss, die Risiken und Spitzen in den Marktentwicklungen abzufedern. Auf diese Herausforderung gibt es seit geraumer Zeit eine Antwort: Man investiert in einen ETF-Dachfonds auf Emerging Markets, bei dem die komplexe Arbeit in Sachen Optimierung und Risikobegrenzung automatisch erledigt wird. Das Grundprinzip hierbei: Die geeigneten Märkte zusammenstellen und Aufwärtsphasen mitnehmen. Bei Abwärtstrends rechtzeitig aussteigen und vorübergehend in den Geldmarkt wechseln.

Regelbasierter ETF-Ansatz

Derartige Aktien-Geldmarkt-Investments werden als Dachfonds z. B. von AVANA (AVANA Emerging Markets and Cash, WKN: A0RGWN) oder auch von Veritas (Emerging Markets plus Money, WKN: 976332) angeboten. Grundsätzlich sind beide, bis auf einige Details, vergleichbar. Bei Veritas etwa wird in 14 ausgewählte ETFs investiert, die Aktienindizes der im MSCI World EM enthaltenen Länder abbilden. Die Allokation setzt sich aus einem globalen, einem regionalen und einem länderspezifischen Anteil zusammen und wird jährlich angepasst. Die Entscheidung wann zu welchem Grad in ein Segment investiert wird, hängt von Kauf- bzw. Verkaufssignalen ab, die im Rahmen eines Trendphasenmodells generiert werden. Die Anpassung der Allokation beim taktischen Wechsel zwischen Aktien- und Geldmarkt-ETFs erfolgt wöchentlich. Mit diesem regelbasierten Ansatz, der dem Trendfolgeprinzip bei AVANA entspricht, werden Fehlentscheidungen aufgrund rein persönlicher Einschätzungen vermieden.

ETFs mit mehr Möglichkeiten

Nach Bekunden von Veritas verbindet der Fonds die „Vorteile von ETFs mit denen aktiv gemanagter Fonds“. AVANA indes verweist auf einen entscheidenden Zusatzvorteil bei ETF-Dachfonds: Sie steuern den Investetitionsgrad zwischen null und hundert Prozent. Diese Freiheit haben die Manager der meisten aktiv gemanagten Fonds aufgrund interner Vorgaben nicht, wie eine Studie von AVANA und Lipper EMEA Research zeigt. Wenn die Zeichen durchgehend auf Verkauf stehen, wird bei den ETF-Dachfonds komplett in den Geldmarkt gewechselt.