Währungs-ETFs: Ein lohnender Markt für Anleger

Einen Rückschlag für den US-Dollar, gefolgt von einer Kurserholung erwartet ETF Securities in seinem Währungsausblick 2017. Das britische Pfund sollte hingegen von einer geringeren Unsicherheit in Bezug auf den Brexit profitieren. Der  Euro werde dagegen schwächer, da politische Turbulenzen die EZB in Zugzwang bringen würden. Beim japanischen Yen wird eine kurzfristige Stärkung gesehen. Hier die Einzelheiten zu den vier Währungen:

US-Dollar

„Der starke Anstieg des US-Dollars wird nach der zu erwartenden Zinserhöhung der FED wohl erst einmal aussetzen“, heißt es im Währungsausblick 2017. Aber obwohl die FED ihre Prognose für weitere Zinsanhebungen in 2017 erhöht habe, könnte sie nach Meinung der Analysten von ETF Securities die eigenen Erwartungen möglicherweise nicht erfüllen. „Die FED will eine „Hochdruck-“Ökonomie fahren, weshalb wir erwarten, dass der US-Dollar leiden wird, da die Zentralbank an Glaubwürdigkeit in der Inflationsbekämpfung verlieren wird. Sobald die FED akzeptiert, dass sie beim Anheben der Zinsen aggressiver sein muss, denken wir, dass der US-Dollar sich – im zweiten Halbjahr 2017 – wieder erholen wird“, heißt es.

Britisches Pfund

„Das britische Pfund hat dieses Jahr von allen Währungen der G10 Staaten am schlechtesten abgeschnitten und dabei ein 30-Jahres-Tief erreicht“, heißt es weiter im Währungsausblick 2017. Das EU Referendum habe dem Pfund einen schweren Schlag versetzt, aber die Bilanzen der Unternehmen würden durch das fallende Pfund aufgebessert. Die Unsicherheit, welche im Umfeld des EU Referendums entstanden sei und die das Pfund stark belastet habe, werde nachlassen. „Wir glauben zwar, dass das Pfund derzeit am strukturellen Tiefpunkt ist, erwarten aber noch eine gewisse Volatilität, welche die kommende Entscheidung des Supreme Courts zum Brexit begleiten wird“, so ETF Securities.

Euro

„Da über 70 Prozent der Eurozone (gemessen am BIP) für 2017/18 Wahlen angesetzt haben, ist anzunehmen, dass die politische Unsicherheit mögliche Zuwächse beim Euro limitieren wird“, heißt es im Währungsausblick 2017. Ohne einen Katalysator, welcher die Inflation antreibe, werde die EZB voraussichtlich weiterhin auf andere Impulse zum Anregen der Wirtschaft setzen. Diese könnten nach Meinung des Währungsresearch-Teams von ETF Securities ein Renditekurvenmanagement beinhalten, um den monetären Transmissionsmechanismus zu stärken, was den Euro weiter nach unten drücken sollte.

Japanischer Yen

Der japanische Yen werde Anfang 2017 davon profitieren, dass politische Unsicherheit und Sorgen bezüglich der aufgeblähten Anleihen- und Aktienmärkte zunehmen werden. Dennoch erwarte ETF Securities, dass der Yen Ende 2017 niedriger stehen werde, da japanische Investoren im Ausland nach profitableren Anlagen suchen würden.

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Uwe Görler ist seit dem Jahr 2011 Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“, die Online-Plattform extra-funds.de und diverse Medienprojekte der Isarvest GmbH rund um das Thema ETFs und Robo-Advisors. Davor schrieb der gebürtige Dresdner in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und verfasste Beiträge zu den Themenbereichen Wirtschaft & Finanzen sowie Gesundheit für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.