Bei BNP Paribas kommt es zu drei ETF-Verschmelzungen.

Mit Wirkung zum 31. Mai 2017 kommt es nach Angaben von BNP Paribas zu nachfolgenden drei ETF-Verschmelzungen:

  • aufgenommener ETF: BNP Paribas Easy Markit iBoxx EUR Liquid Sovereigns UCITS ETF (FR0010276949)
  • aufnehmender ETF: BNP Paribas Easy JPM GBI EMU (LU1481202692)

Der zugrundeliegende Basiswert des aufnehmenden ETFs ist der Markit JPM GBI EMU Index. Er umfasst die liquidesten Staatsanleihen der Eurozone.

  • aufgenommener ETF: BNP Paribas Easy Low Carbon 100 Europe UCITS ETF (FR0010655597)
  • aufnehmender ETF: BNP Paribas Easy Low Carbon Europe (LU1377382368)

Hierbei kommt es lediglich zu einer Fusion der französischen mit einer luxemburgischen ETF-Anlageklasse. Der Index des aufnehmenden ETFs wählt wie auch bei dem des aufgenommenen ETFs 100 europäische Unternehmen unter den liquidesten aller Sektoren aus, ohne Ausschlüsse und insbesondere mit Ausnahme der Unternehmen, die in bestimmte Kontroversen verwickelt sind (Nutzung umstrittener Waffen, Geschäftstätigkeit im Tabak- oder Verteidigungsbereich, Widerspruch zu den ESG-Kriterien). Diese Unternehmen werden auf der Grundlage ihres Umweltverhaltens ausgewählt, was das Vorhandensein von Unternehmen, die CO2 in erheblichem Umfang ausstoßen, im Index nicht ausschließt. In jedem Sektor werden die Unternehmen mit dem besten Rating (CDP- oder Carbone-Rating 4) ausgewählt.

  • aufgenommener ETF: Euro Stoxx Theam Easy UCITS ETF (FR0010230516)
  • aufnehmender ETF: MSCI EMU ex Controversial Weapons (LU1291098827)

Der aufnehmende ETF auf den MSCI EMU ex Controversial Weapons basiert auf dem MSCI EMU. Er bildet wie der Euro Stoxx die wichtigsten Unternehmen der Eurozone ab, allerdings ohne Waffenhersteller. Er umfasst aktuell 241 Aktien vorwiegend aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Spanien. Die am stärksten darin gewichteten Sektoren sind Finanzen, Industrie und zyklische Konsumgüter.

Nach ETF-Verschmelzungen gilt luxemburgisches Recht

Die ETF-Verschmelzungen erfolgen nach Angaben der Fondsgesellschaft im Rahmen einer Verbesserung des Sortimentsmanagements und Angebotes. Dabei fließt das Fondsvermögen der aufgenommenen ETFs vollständig in das der aufnehmenden ETFs. Damit erhöht sich das ETF-Fondsvolumen, so dass eine kostengünstigere Fondsverwaltung für den Anleger ermöglicht wird. Mit den ETF-Verschmelzungen kommt es neben dem Austausch des jeweiligen Basiswertes auch zu einer Änderung in der Fondsgesetzgebung. Während die abgebenden Teilfonds der französischen Gesetzgebung unterlagen, unterstehen die nun aufnehmenden ETFs der luxemburgischen.

Eine kostenlose Rücknahme der ETF-Anteile für die aufgenommenen ETFs ist bis zum 24. Mai 2017 möglich.

 

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Uwe Görler ist seit dem Jahr 2011 Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“, die Online-Plattform extra-funds.de und diverse Medienprojekte der Isarvest GmbH rund um das Thema ETFs und Robo-Advisors. Davor schrieb der gebürtige Dresdner in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und verfasste Beiträge zu den Themenbereichen Wirtschaft & Finanzen sowie Gesundheit für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.