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ETFs sind beliebteste Anlageprodukte europäischer Investoren

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Laut einer Umfrage von Source setzen mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der professionellen Investoren und Berater in Europa ETPs, darunter vor allem auch ETFs,  in den von ihnen verwalteten Portfolios ein.

Weitere 22 Prozent haben danach in der Vergangenheit bereits auf diese Instrumente zurückgegriffen. An der Erhebung nahmen mehr als 750 professionelle Investoren und Berater aus elf europäischen Ländern teil. Jeder der Befragten zeichnet für mindestens 50 Millionen Pfund, also 69 Millionen Euro, an Privatkundengeldern oder 100 Millionen Pfund beziehungsweise 138 Millionen Euro an institutionellen Anlagen verantwortlich.

Danach gefragt, welche Produkte am ehesten unter ihren Top-3-Holdings zu finden sind, nannten laut Source 34 Prozent der Teilnehmer an erster Stelle ETPs. Das sei der höchste Prozentanteil unter den Erstnennungen, noch vor traditionellen UCITS-Fonds, welche es auf 29 Prozent der Antworten gebracht hätten. Insgesamt hätten zwei Drittel der Befragten ETPs ihren drei wichtigsten Instrumenten zu geordnet. Zur Vervollständigung: Einzelaktien hätten die drittmeisten Nennungen erhalten.

„Deutschland ist eines der Länder, in denen ETPS am stärksten genutzt werden. Hierzulande verwenden neun von zehn professionellen Investoren und Beratern ETFs. Der Großteil – acht von zehn der befragten Investoren und Berater – tut dies bereits seit mehr als drei Jahren. Ähnlich stark sind ETPs auch in der Schweiz verbreitet. Dort werden sie von 87 Prozent der professionellen Investoren und Berater verwendet. Israel liegt mit einem Anteil von 86 Prozent nur knapp dahinter. Derweil fällt die entsprechende Quote mit 40 Prozent in Spanien am niedrigsten aus“, berichtet der Emittent Source.

Insgesamt gaben die Investoren in der Umfrage an, dass rund zehn Prozent des von ihnen verwalteten Vermögens in ETPs angelegt ist. 78 Prozent der Umfrageteilnehmer hätten nicht vor, diese Produkte über die kommenden zwölf Monate vermindert einzusetzen. Zudem wollten 39 Prozent verstärkt auf sie zurückgreifen. In Israel hätten sogar 78 Prozent vor, den ETP-Einsatz auszuweiten. Dasselbe gelte für 56 Prozent in Österreich, 50 Prozent in Deutschland, 49 Prozent in der Schweiz sowie 42 Prozent der Befragten aus Großbritannien. Lediglich 14 Prozent der spanischen Investoren und Berater planten hingegen in den kommenden zwölf Monaten mehr ETPs  zu verwenden – das sei der geringste Anteil unter sämtlichen erhobenen Ländern.

„Die Umfrage zeigt auch, dass Investoren im Schnitt zwischen drei und vier verschiedene Arten von ETPs in den von ihnen verantworteten Portfolios halten. Von den Anlegern, die ETPs einsetzen, verwenden 71 Prozent reine Partizipationsprodukte, während 40 Prozent angaben, auf aktiv verwaltete Varianten zurückzugreifen. Alles in allem geht aus der Erhebung ein erwarteter Netto-Anstieg des Einsatzes von Tracker-ETPs um 32 Prozent über die kommenden zwölf Monate hervor. Bei den aktiv verwalteten Pendants beläuft sich der entsprechende Wert auf sechs Prozent“, so Source.

Peter Thompson, President von Source, kommentiert die Ergebnisse: „Wir wollten die Erfahrungen mit dem ETP-Einsatz in verschiedenen Märkten analysieren. Hier brachte unsere Erhebung zahlreiche bedeutende Unterscheide zum Vorschein. Insgesamt zeigen die Resultate, dass der europäische ETP-Markt nach wie vor erheblichen Raum für Wachstum hat und ETPs beliebte Anlagevehikel bleiben.“ Eine tiefere Analyse der gewonnenen Daten bringe weitere wertvolle Erkenntnisse zum Vorschein, ergänzt Thompson. Dieses Wissen habe wichtige Auswirkungen darauf, wie der Emittent ETPs weiterentwickeln könnte, um die Bedürfnisse der Investoren in jedem Land zu erfüllen.

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Uwe Görler ist seit fünf Jahren Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“ und das „Portfoliojournal“. Davor schrieb er in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und schrieb Beiträge für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.