ETFs und aktive Fonds auf Dividenden im Vergleich

Scope hat aktive und passive Dividenden-Fondsstrategien untersucht. Ergebnis: ETFs haben ihre Stärken in Aufwärtsphasen, aktiv gemanagte Fonds können in fallenden Marktphasen Verluste besser begrenzen.

Anleger können sowohl mit aktiv gemanagten Fonds als auch mit ETFs auf Dividendentitel setzen. Die Ratingagentur Scope hat 15 aktiv gemanagte und weltweit investierende Dividenden-Fonds mit dem von ETFs-abgebildeten Index „Dow Jones Global Select Dividend TR“ in den vergangenen acht Jahren verglichen. Bezug für die Analyse war der globale Aktienindex „MSCI World Value TR“.

Ergebnis: Mit einer aktiven global investierenden Dividendenstrategie erzielten Investoren während der vergangenen acht Jahre im Schnitt eine jährliche Rendite in Höhe von 5,2%, dagegen zeigte die passive Strategie eine höhere Rendite mit 6,6% p.a. Werden beide Investmentansätze risikoadjustiert betrachtet, zeigt sich dagegen kein wesentlicher Unterschied. Das aktive und passive Anlagekonzept weisen während der vergangenen acht Jahre mit einer annualisierten Sharpe Ratio von 0,46 bzw. 0,47 nahezu das gleiche Ergebnis auf.

„In verschiedenen Marktphasen weichen die Ergebnisse beider Ansätze jedoch deutlich voneinander ab. Aktiv gemanagte Fonds zeigen eine höhere Verlustbegrenzung in fallenden Marktphasen. Dies resultiert vor allem aus dem aktiven Risikomanagement und der Steuerung der Cash-Quote. Zudem haben sie die Möglichkeit ihre Strategie der Marktphase anzupassen und von dem primären Selektionskriterium „Dividendenrendite“ abzuweichen. In steigenden Marktphasen bleiben sie bei der Performance im Schnitt hinter den Dividendenindex zurück. Im Gegensatz zu dem Index, der das Portfolio primär nach der Dividendenrendite konstruiert und in jeder Marktphase investiert bleibt, müssen aktive Fonds erst wieder in den Markt einsteigen. Hierbei stehen die Manager allerdings vor der Herausforderung den Markteinstieg zum richtigen Zeitpunkt zu schaffen“, so Scope Ratings.

Dividenden: Wahl des Anlagekonzepts hängt von der Risikoaversion ab

Die Wahl des Anlagekonzepts für Dividendeninvestments hänge vor allem von der Risikoaversion des Investors ab. Investoren, die eine höhere Volatilität in Kauf genommen haben, hätten in den vergangenen acht Jahren mit ETFs auf den untersuchten Index im Schnitt höhere Renditen erzielt. Die Trumpfkarte der aktiv gemanagten Fonds sei dagegen die Verlustbegrenzung.

Als weiteres Kriterium der Fondsauswahl sollten Investoren die unterschiedlichen Managementkosten des aktiven und passiven Managements berücksichtigen. Und die sind bei ETFs mit passivem Ansatz deutlich günstiger.

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Uwe Görler ist seit dem Jahr 2011 Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“, die Online-Plattform extra-funds.de und diverse Medienprojekte der Isarvest GmbH rund um das Thema ETFs und Robo-Advisors. Davor schrieb der gebürtige Dresdner in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und verfasste Beiträge zu den Themenbereichen Wirtschaft & Finanzen sowie Gesundheit für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.