Start ETF-News ETP-Mittelzuflüsse von 67,3 Mrd. US-Dollar im 1. Quartal 2012

ETP-Mittelzuflüsse von 67,3 Mrd. US-Dollar im 1. Quartal 2012

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Die Anbieter von börsengehandelten Indexprodukten, Exchange Traded Products (ETPs), erlebten im ersten Quartal 2012 den besten Jahresstart ihrer Geschichte. Investoren bauten ihre Positionen im Markt weiter auf und nutzten ETPs, um in eine Vielzahl verschiedener Anlageklassen zu investieren. Das geht aus dem aktuellen ETP Landscape Report von BlackRock hervor.

Insgesamt flossen danach der ETP-Industrie im ersten Quartal neue Mittel in Höhe von 67,3 Milliarden US-Dollar zu, was einem Anstieg von 50 Prozent gegenüber den Mittelzuflüssen im vierten Quartal 2011 mit 44,8 Mrd. US-Dollar entspreche. Die Mittelzuflüsse aus dem ersten Quartal 2011 von 42,8 Milliarden US-Dollar seien sogar um 57 Prozent übertroffen worden.

ETFs auf festverzinsliche Wertpapiere mit Rekordumsätzen

Noch nie sei das Interesse der Investoren an ETPs auf festverzinsliche Wertpapiere so hoch wie im vergangenen Quartal gewesen. Sie hätten  Mittelzuflüsse von 19,5 Milliarden US-Dollar  erzielt und hätten damit den Rekordwert von 14,7 Milliarden US-Dollar aus dem Schlussquartal 2011 übertroffen. „Weltweit entfielen auf ETPs, die Rentenmärkte abbilden, 29 Prozent der gesamten Mittelzuflüsse. Dabei bevorzugten die Investoren sowohl hochverzinsliche Unternehmensanleihen als auch solche mit Investment Grade. Die beiden Kategorien machten insgesamt 16,5 Milliarden US-Dollar oder 85 Prozent der gesamten Mittelzuflüsse bei festverzinslichen Wertpapieren aus“, berichtet BlackRock weiter.

„Die weltweite ETP-Industrie und die globalen Finanzmärkte blicken auf ein sehr starkes erstes Quartal 2012 zurück. Da die volkswirtschaftlichen Indikatoren besser als erwartet ausgefallen sind, sind die Investoren in risikoreichere Anlageklassen zurückgekehrt und haben ihre Marktpositionen wieder ausgebaut“, erklärt Jennifer Grancio, Managing Director bei BlackRock, und fährt fort: „Die Marktstatistiken zeigen, dass Investoren zunehmend ETPs einsetzen, um neue Anlagemöglichkeiten zu nutzen und ihre Markterwartung umzusetzen. Die verbesserten Wirtschaftsaussichten können allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass Themen wie die Schuldenkrise in der Eurozone und die Ölpreise weiterhin für Schwankungen und Verunsicherung im Markt sorgen. Diese Faktoren werden die Markterwartungen der Investoren auch in den nächsten Monaten beeinflussen.“

Trend zu Emerging Markets schwächt sich ab

Produkte auf die Aktienmärkte der Emerging Markets haben laut aktuellen ETP Landscape Report von BlackRock im ersten Quartal 2012 Mittelzuflüsse von 13,7 Milliarden US-Dollar verzeichnet. Allerdings hätten die Mittelzuflüsse hierbei auf monatlicher Basis stark geschwankt. Beispielsweise habe das Wachstum der ETPs auf Schwellenländer im März an Schwung verloren. Im vergangenen Monat hätten die Investoren eine Milliarde US-Dollar aus diesen Produkten abgezogen, während sie im Januar und Februar noch insgesamt 14,6 Milliarden US-Dollar hinzu gewonnen hätten. Der Großteil der aktuellen Mittelabflüsse sei bei ETPs auf einzelne Emerging Markets, wie Taiwan, China, Brasilien, Mexiko und Südkorea, zu beobachten gewesen. Indexprodukte, die ein breites Investment in die Aktienmärkte der Emerging Markets unterstützen, hätten im März dagegen einen geringen Ausbau der Positionen um 1,3 Milliarden US-Dollar erlebt.

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Uwe Görler ist seit fünf Jahren Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“ und das „Portfoliojournal“. Davor schrieb er in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und schrieb Beiträge für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.