Start ETF-News ETPs mit Nettomittelzuflüssen in Höhe von 18,4 Mrd. US-Dollar

ETPs mit Nettomittelzuflüssen in Höhe von 18,4 Mrd. US-Dollar

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Der schwungvolle Start ins Jahr von börsengehandelten Indexprodukten, so genannten Exchange Traded Products (ETP), hat sich auch im Februar fortgesetzt. Die Produkte verzeichneten im Februar Nettomittelzuflüsse von 18,4 Milliarden US-Dollar, wie aus dem aktuellen ETP Landscape Report von BlackRock hervorgeht. Das weltweit in ETPs verwaltete Vermögen ist danach seit Jahresanfang um 12,8 Prozent gestiegen und hat Ende Februar 2012 1.720 Milliarden US-Dollar erreicht. Die Mittelzuflüsse im Januar und Februar hätten dabei die Zuflüsse in den beiden ersten Monaten des Vorjahres um 111 Prozent übertroffen.

„Die Marktdaten aus dem Februar belegen, dass Investoren ETPs immer häufiger als wesentliche Bestandteile ihres dynamischen Portfoliomanagements nutzen, wie es das aktuelle Marktumfeld erfordert“, sagt Steve Cohen, Managing Director bei BlackRock, und fährt fort: „Denn die Produkte bieten die Möglichkeit, gezielt, transparent und zu geringen Kosten Marktrenditen zu erzielen. Gleichzeit machen sie eine umfangreiche Bandbreite ansprechender Anlageklassen und weltweiter Märkte zugänglich.“

Emerging Markets-ETPs mit Rekord-Zuflüssen zu Jahresbeginn

Die Risikobereitschaft der Investoren ist lauf BlackRock im Februar weiter gestiegen, da die Nervosität angesichts der europäischen Staatsschuldenkrise nachgelassen habe. Zudem hätten die Konjunkturdaten aus den USA die Erwartungen übertroffen. ETPs auf die Aktienmärte der Emerging Markets hätten infolge dieses Trends erhebliche Nettomittelzuflüsse verzeichnet und im Februar neue Mittel in Höhe von 7,9 Milliarden US-Dollar eingesammelt. „Seit Jahresbeginn betragen die Investments in die Produkte 14,5 Milliarden US-Dollar. Damit sind die ETPs auf Emerging Markets so stark in das Jahr gestartet wie nie zuvor. Die hohen Mittelzuflüsse heben sich zudem deutlich von den Mittelabflüssen aus der zweiten Jahreshälfte 2011 ab“, berichtet BlackRock.

Zuflüsse bei Unternehmens- und Hochzinsanleihen, Abflüsse bei Staatsanleihen

Der Trend zu risikoreicheren Anlageklassen lasse sich auch bei festverzinslichen Wertpapieren beobachten: „Investoren bevorzugten im Februar Unternehmensanleihen. In Papiere mit Investment Grade investierten Anleger 3,2 Milliarden US-Dollar investiert, während hochverzinsliche Anleihen Zuflüsse von 2,7 Milliarden US-Dollar verzeichneten. Im Unterschied hierzu zogen Investoren aus Staatsanleihen 2,5 Milliarden US-Dollar ab. Die beiden Kategorien für Unternehmensanleihen haben seit Jahresanfang insgesamt Investments in Höhe von 12,9 Milliarden US-Dollar verzeichnet, was 96 Prozent aller Mittelzuflüsse in ETPs auf festverzinsliche Wertpapiere entspricht“. ETPs auf festverzinsliche Wertpapiere standen laut BlackRock für 23,9 Prozent aller Mittelzuflüsse in ETPs im Februar.

Rohöl-ETPs profitieren vom Irankonflikt

Da die Ölpreise aufgrund der politischen Spannungen im Iran gestiegen seien, hätten ETPs auf die Energiebranche und Rohstoffe den zweiten Monat infolge hohe Mittelzuflüsse von insgesamt 2,2 Milliarden US-Dollar im Februar verzeichnet.

BlackRock berichtet zudem über die regionalen Gegebenheiten: „Das Wachstum der ETPs verteilte sich dabei unterschiedlich auf die verschiedenen Regionen. ETPs aus den USA erzielten im Februar Nettomittelzuflüsse von 13,9 Milliarden US-Dollar. Kanadischen ETPs flossen 3,0 Milliarden US-Dollar zu. Der europäische ETP-Markt gewann dagegen 1,7 Milliarden US-Dollar hinzu, wobei ein Großteil des Interesses auf ETPs auf den Aktienmärkten der Emerging Markets lag“.

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Uwe Görler ist seit fünf Jahren Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“ und das „Portfoliojournal“. Davor schrieb er in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und schrieb Beiträge für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.