Kommt es zum Comeback Europäischer Geldinstitute?
Kommt es zum Comeback Europäischer Geldinstitute?

Banken haben 2018 deutlich eingebüßt. Doch es ist auch Unsicherheit, wie durch Italien, die auf den Kursen lastet. Ein Comeback ist möglich.

„Die Letzten werden die Ersten sein.“ Dieser Spruch ist an der Börse trügerisch. Es macht wenig Sinn, sich blind auf Aktien oder Branchen zu stürzen, die gerade große Kurseinbußen hinnehmen mussten. Vielmehr müssen auch die Rahmenbedingungen stimmen, damit ein Investment in einen „gefallenen Engel“ auch lohnt. Blickt man auf die Liste der schwächsten Sektoren des laufenden Jahres, stehen Banken aus Europa ganz weit oben. Über Jahre als Comeback-Branche gepriesen, kommen europäische Institute nicht so sehr in Fahrt, wie beispielsweise die Pendants aus den USA. Doch ganz so klar ist die Rollenverteilung nicht. In Europa sorgen vor allem auch externe Effekte dafür, dass Banken als weniger aussichtsreich gesehen werden.

Höhere Zinsen würden Bankgeschäft beleben

Der Haushaltsstreit zwischen der EU und Italien hängt wie ein Damoklesschwert über dem Sektor. Italien hat viele Staatsanleihen begeben, die bei europäischen Banken in den Bilanzen stehen. Drohen Zahlungsausfälle oder auch nur die Diskussion über mögliche „Restrukturierungen“, was faktisch nichts anderes heißen würde, werden Anleger nervös. Doch es gibt trotz der begründeten Nervosität auch Lichtblicke. Nicht wenige Ökonomen halten Italien zumindest noch dazu in der Lage, nötige Strukturreformen anzupacken, um sich selbst aus der misslichen Lage zu befreien. Die Lage scheint also zumindest nicht so verfahren zu sein, wie damals in Griechenland. Auch die bevorstehende Zinswende in Europa könnte Banken langfristig begünstigen. Steigen die Zinsen, kommt auch Leben ins klassische Bankgeschäft. Zwar sprechen die schwächeren Konjunktursignale nicht gerade für baldige Maßnahmen der EZB, doch sind Zinsschritte zumindest mittelfristig sehr wahrscheinlich.

Dieser Banken-ETF ist bei Investoren beliebt

Angesichts der Rückschläge im europäischen Banksektor können sich Anleger entsprechende Branchenindizes vormerken. Löst sich der Streit rund um Italien in Luft auf oder gibt es positivere Konjunkturdaten aus der EU, könnte der Sektor schneller als andere Fahrt aufnehmen. Der Invesco EURO STOXX Optimised Banks UCITS ETF (WKN: A1JFG7) berücksichtigt Faktoren wie Handelsliquidität und die Möglichkeit zur Wertpapierleihe und ist bei Investoren beliebt: Aktuell sind 358 Millionen Euro investiert. Im laufenden Jahr büßte der ETF 25 Prozent an Wert ein. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,3 Prozent.

Invesco EURO STOXX Optimised Banks UCITS ETF

WKN: A1JFG7 ISIN: IE00B3Q19T94
Kurs

53,29 €

Kosten (TER) 0,30 %
Fondsvolumen 328,24 Mio. €
Indexabbildung synthetisch
1 Monat -10,00 %
Lfd. Jahr -29,90 %
Mehr ETFs finden: ETF-Suche

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