Der europäischen ETF-Industrie flossen im Januar 10,8 Mrd. EUR zu.

Der ETF-Markt in Europa startete mit einem Rekord in das neue Jahr. Insgesamt flossen ihm netto 10,8 Mrd. Euro zu, beinahe so viel wie zuletzt im Januar 2015. Damit steigt das verwaltete Vermögen um zwei Prozent auf 525 Mrd. Euro. Das ergibt sich aus dem Lyxor ETF-Barometer. „In einem stärker risikobereiten Investmentumfeld profitierten insbesondere Aktien ETFs der entwickelten Staaten sowie Schwellenländeranleihen und Unternehmensanleihen“, berichtet der ETF-Anbieter.

ETF-Markt in Europa: Aktien aus USA und Europa gefragt

„Mit Nettozuflüssen in Höhe von 7,2 Mrd. Euro trugen vor allem Aktien ETFs zum Wachstum bei. Sowohl global ausgerichtete ETFs als auch Aktien ETFs mit den Schwerpunkten USA und Europa waren gefragt. Einzig Aktien ETFs der Schwellenländer schnitten per Saldo negativ ab, wenngleich sich einzelne Länder wie Russland, die Türkei und Brasilien über ein reges Interesse der Investoren freuen konnten. Auf der Smart Beta-Seite führte die Rotation hin zu mehr zyklischen Werten zu Nettozuflüssen bei Value-Strategien in Höhe von 531 Mio. Euro“, heißt es im Januar-Bericht über den ETF-Markt in Europa.

Schwellenländer-Anleihen favorisiert

Auf der Rentenseite sei es zu Nettozuflüssen in Höhe von 3 Mrd. Euro gekommen. „Hier standen Schuldtitel der Schwellenländer sowie Unternehmensanleihen-ETFs im Fokus der Investoren“, berichtet Lyxor. Auch Hochzinsanleihen hätten mit 776 Mio. Euro beachtliche Zuflüsse erreicht. Die Sorgen vor einer Wiederkehr der Inflation hätten zudem inflationsgeschützte ETFs unterstützt. Diese hätten Zuflüsse in Höhe von 323 Mio. Euro verzeichnet.

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Uwe Görler ist seit dem Jahr 2011 Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“, die Online-Plattform extra-funds.de und diverse Medienprojekte der Isarvest GmbH rund um das Thema ETFs und Robo-Advisors. Davor schrieb der gebürtige Dresdner in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und verfasste Beiträge zu den Themenbereichen Wirtschaft & Finanzen sowie Gesundheit für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.