Start ETF-News EXtra-Magazin: 5 Tipps für den Handel von ETFs

EXtra-Magazin: 5 Tipps für den Handel von ETFs

225

Keine Frage, Exchange Traded Funds (ETFs) sind einfach zu verstehen und simpel zu handeln. Das bedeutet aber keinesfalls, dass man nichts tun kann, um seine Erfolgschancen zu erhöhen und die Kosten auf ein Minimum zu reduzieren. Es gibt eine Vielzahl an Dingen, die beim Handel mit Exchange Traded Funds beachtet werden sollten. Wenn sie einmal eine ETF-Position eingegangen sind und dann z.B. für ein Jahr halten, haben Sie keinen Einfluss auf die Entwicklung der Anlage. Sie können jedoch bereits im Vorfeld die anfallenden An-und Verkaufs Gebühren und die indirekte Kosten berücksichtigen.

Hier unsere fünf Tipps für einen erfolgreichen Handel mit ETFs:

  • Vergleichen sie Konditionen: Niedrigere Kommissionen bedeuten eine geringere Reduzierung Ihres Ertrages, vergleichen Sie also die Gebühren. Filialbanken verlangen hohe Beträge (bis zu 1% des Kurswertes) für die Orderausführung und eine entsprechende Beratung (sofern Sie die dort überhaupt erhalten). Das mag gerechtfertigt sein, wenn Millionen Euro angelegt werden. Für die meisten Kleinanleger bedeutet dies aber keinen Vorteil, da sie diesen Service bei einer Anlage in Indexfonds nicht immer benötigen. Besser aufgehoben sind diese dann bei den Direktbanken, die mit festen Kosten von rund zehn Euro und variablen Kosten bis zu 0,25% des Ordervolumens wesentlich günstiger sind. Aber auch hier gibt es Unterschiede. Versuchen sie aus vergangenen Transaktionen und für die Zukunft erwarteten Handelsaktivitäten ein Muster zu entwickeln und finden sie hierzu den günstigsten Broker, mit dem für sie optimalen Tarif.
  • Achten sie auf den Spread: Vergleichen Sie die Geld-und Brief-Spanne von ETFs und vermeiden sie solche, die einen großen Spread aufweisen. In dieser Differenz zwischen An- und Verkaufspreis verstecken sich zusätzliche Kosten für den Anleger, die es bei der Berechnung der Gesamtrendite zu beachten gilt. Auch die für ETFs relevanten Börsenplätze Stuttgart (bestX) und Frankfurt/Xetra sollten sie vergleichen. Selbst dort gibt es oft unterschiedliche Preise und Spreads.
  • Verwenden sie Limit-Orders: Hierbei handelt es sich um eine Anweisung an den Broker einen Handel nur auszuführen, wenn der Preis zu einem definierten Grenzwert notiert oder besser. Bei einer gewöhnlichen Kaufanfrage besteht die Möglichkeit der Ausführung zu einem schlechten Preis, da die Order gegebenenfalls nicht sofort ausgeführt wird. Limit-Orders können dabei so manche böse Überraschung verhindern.
  • Liquidität eines ETFs: Diese wird von mehreren Faktoren bestimmt, wobei ein wesentlicher die Liquidität der Basiswerte des zugrunde liegenden Index ist. Ist diese sehr gering, besteht auch für den Index selbst die Gefahr einer damit verbundenen ineffizienten Preisfindung. Aber auch niedriges Handelsvolumen und die mindestens zu handelnde Menge des ETFs können zu einer geringen Liquidität und damit zu einer hohen Handelsspanne führen. Hieraus folgt möglicherweise ein vom Net Asset Value des ETFs abweichender Preis. Anleger sollten deshalb neben der Liquidität des ETF selbst, auch die Liquidität der im Index enthaltenen Werte bei einer Investition in ihr Entscheidungskalkül miteinbeziehen.
  • Das richtige Timing: Anleger sollten nur in der Mitte der Handelszeit eine Order (11 – 16 Uhr) aufgeben, da der Handel zu Beginn und am Ende des Tages am schwersten ist. Dann ist die Volatilität am höchsten und große Handelsspreads keine Seltenheit. Grund sind die zu diesen Zeiten verstärkt handelnden institutionellen Händler, die Kauforders häufig nach Börsenstart ausführen und Day-Trader, die vor Börsenschluss ihre Positionen glattstellen. Da der Eröffnungskurs nicht dem Schlusskurs des Vortages entspricht, sollten Kauforders auch nicht zwischen den Handelstagen abgegeben werden. Die Marktbedingungen ändern sich ständig, weswegen der Anleger den Markt beobachten sollte und den Handel zu sehr volatilen Zeiten vermeiden sollte. Wenn sie in Übersee investieren, beachten sie die Handelszeit der entsprechenden Börse und vermeiden sie, wie im Inland, zwischen den Handelstagen Orders abzugeben.

Wenn Sie unsere ETF-Handelstipps beachten, sind Sie einer erfolgreichen ETF-Anlage schon ein gutes Stück näher.

TEILEN
Vorheriger ArtikelIndex im Fokus: FTSE 100
Nächster ArtikelETFs: Investoren stellen sich breit auf
Die Redaktion des EXtra-Magazins setzt sich aus erfahrenen Finanzexperten zusammen. Teilweise veröffentlichen wir auch Gastbeiträge auf unserem Portal. Wir lieben ETFs, Indexfonds und alles zum Thema Geldanlage und arbeiten täglich daran Ihnen die aktuellsten und nützlichsten Informationen zu liefern.