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Gebührenfallen vermeiden

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Anleger müssen bei der Auswahl von Investments auf die Gebühren achten. Denn diese Nebenkosten können die Rendite erheblich schmälern. So erweisen sich vor allem aktiv gemanagte Publikumsfonds aufgrund hoher Gebühren oft als wahre Renditekiller. Aber Unterschiede gibt es auch bei den deutlich günstigeren ETFs.

Aktives Management kostet. Schließlich muss das umfangreiche Research mit den zahlreichen Besuchen der Unternehmen vor Ort, das Entwickeln ausgereifter technischer Auswahlverfahren sowie das Know-how ganzer Investmentteams bezahlt werden. Hinzu kommen noch Marketing- und Vertriebskosten, denn verkauft wird leider das, was das meiste Geld bringt und nicht den meisten Ertrag für den Anleger. So wird bei Aktien- und Immobilienfonds in der Regel ein Ausgabeaufschlag von rund 5 Prozent erhoben, bei Mischfonds beträgt das Agio zwischen 3 und 5 Prozent, bei Rentenfonds in der Regel rund 3 Prozent. Hinzu kommen noch jährliche Gebühren. Das sind aber nicht nur die Managementgebühren, sondern auch die Kosten für die Fondsgeschäftsführung, die Wirtschaftsprüfung sowie die Betriebskosten. Diese Kosten werden in der Kennzahl TER (Total Expense Ratio) oder Gesamtkostenquote angegeben. Diese beträgt bei Publikumsfonds in der Regel zwischen 1,5 und 2 Prozent. Zudem berechnen noch viele Publikumsfonds eine Performance- Gebühr in Höhe von 15–20 Prozent. Damit wird der tatsächliche Fondsmanagererfolg versüßt. Was von der erzielten Rendite am Ende wirklich beim Anleger hängen bleibt, steht in den Sternen.

Der Gewinn liegt im Einkauf

Wesentlich günstiger sind da ETFs, da diese immer passiv den Markt 1:1 abbilden. Ein Ausgabeaufschlag wird nicht verlangt. Für die laufende Indexnachbildung mit den jeweiligen Anpassungen, die Einberechnung von Ausschüttungen und die allgemeinen Verwaltungsaufgaben fallen auch bei ETFs jährliche Verwaltungskosten an. Die Gesamtkostenquote ist aber erheblich geringer. Bei Replikation bekannter Standardindizes oder Rentenindizes beträgt diese zwischen 0,05 und 0,25 Prozent. ETFs mit weniger liquiden Indizes kosten auch schon einmal bis zu 0,75 Prozent. Aus Gründen der Kostenersparnis macht es deshalb Sinn, auf große, liquide Märkte zu setzen. Auch gilt die Regel: Je größer das Fondsvolumen eines ETFs, desto kostengünstiger ist er. Performancegebühren oder Vertriebsprovisionen entfallen komplett. Auch bei den Transaktionskosten zum Kauf oder Verkauf lohnt ein Gebührenvergleich. Manche Direktbanken bieten günstige Pauschalen oder sogar für bestimmte ETFs einen kostenlosen Handel an.

Fazit:

Anleger sollten stets die Gebühren bei der Geldanlage im Blick behalten. Denn hohe regelmäßige Kosten erfreuen zwar die Bank oder den Vertrieb, müssen aber erst einmal erwirtschaftet werden. Und erst ab dieser Schwelle beginnt der Anleger dann tatsächlich mit dem Investment zu verdienen. Je günstiger also die Gebühren der Geldanlage sind, desto mehr Ertrag verbleibt beim Anleger.

Gebührenvergleich

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