Bei der Geldanlage kann das Motto so lauten: Einfach mal dem Alltag entfliehen. Sogenannte Robo-Advisor ermöglichen es eine digitale Vermögensverwaltung mit einem Minimum an Aufwand für Verbraucher.
Bei der Geldanlage kann das Motto so lauten: Einfach mal dem Alltag entfliehen. Sogenannte Robo-Advisor ermöglichen es eine digitale Vermögensverwaltung mit einem Minimum an Aufwand für Verbraucher.

Der Mensch gewöhnt sich an alles. Laut einer Umfrage des Bankenverbands haben zwei Drittel der Deutschen noch nie ihre Bank gewechselt. Obwohl die Vorteile eines Seitsprungs bei der Kontoverbindung offenkundig sind: geringe Kosten, besserer Service, neue Bezahlmethoden oder kostenlose Kreditkarte. Es ist nichts Neues, dass Sparer hierzulande gerne alles beim Alten belassen. Die Deutschen sind mehrheitlich nicht experimentierfreudig – zumindest bei der Bank. Fast 40 Prozent halten ihr Geldvermögen in Bankeneinlagen. Diese Art des Sparens scheint sicher und vertraut. Da es aber bei Sparbuch, Tagesgeld- oder Festgeldkonten schon länger keine nennenswerten Zinsen mehr gibt, kann es sich auszahlen, über Alternativen nachzudenken. Erst recht, wenn die Inflation über dem Zinssatz liegt. Denn dann verliert das Geld an Wert, die Kaufkraft sinkt. In den vergangenen Jahren sind die realen Renditen bei Bankeneinlagen merklich zurückgegangen, häufig lagen sie sogar unter null. Zugleich sind die Aktienrenditen spürbar gestiegen. Warum investieren eigentlich nicht viel mehr Sparer und Anleger in Aktien?

Häufig berichten Sparer davon, dass sie sich nicht mit der Geldanlage auskennen oder dass sie ihrem Bankberater nicht vertrauen. Oft erscheinen ihnen zum Beispiel Aktien-Investments schleierhaft. Auf den zweiten Blick ist es aber gar nicht so schwer, hier tätig zu werden. Klassische Anlageklassen wie Aktien sollten sie keinesfalls ausklammern. So versprechen Titel von großen Unternehmen langfristig attraktive Renditen. Beispiel Dax: Der Leitindex, der die Aktien der 30 größten börsennotierten deutschen Unternehmen enthält, wurde am 1. Juli 1988 eingeführt und rückwirkend für den 31. Dezember 1987 auf 1.000 Indexpunkte normiert. 30 Jahre später notiert das Barometer bei mehr als 12.000 Punkten. Damit ist er heute mehr als zwölfmal so viel Wert wie vor rund 30 Jahren.

Keine unnötigen Risiken

Auch wenn Aktien – und auch Anleihen – rentierlicher als Bankeneinlagen sind, gilt zugleich die alte Investmentregel: Je höher die mögliche Rendite, desto größer das Anlagerisiko. Besonders für sicherheitsorientierte Sparer und Anleger ist es wichtig, das Risiko so gering wie möglich zu halten. Die Zauberformel lautet Diversifikation. So ist es wissenschaftlich nachgewiesen, dass eine breite Verteilung einer Anlage auf verschiedene Anlageklassen und -märkte zu einem geringeren Risiko führt – bei gleicher Renditeerwartung. Zufällige Über- und Unterrenditen, wie sie bei der Investition in einzelne Aktien auftreten können, werden mit einer möglichst großen Streuung über viele Branchen und Wirtschaftsräume hinweg ausgeglichen.

Dazu eignen sich ETFs hervorragend. Mit ihnen können Anleger auf ganze Märkte wie Dax (30 Aktien Deutschland), Euro Stoxx 50 (50 Aktien Eurozone), S&P 500 (500 Aktien USA) oder MSCI World (rund 1.600 Aktien weltweit) setzen. Die passiv gemanagten Fonds zeichnen sich durch ihre geringen Gebühren aus, da sie die Indizes einfach nachbilden. Diese Strategie war in der Vergangenheit häufig erfolgreicher als in klassische Investmentfonds zu investieren, für die Anleger vergleichsweise hohe Managementgebühren zahlen.

Bei Growney ( Zum Testbericht), einem sogenannten Robo-Advisor, enthalten die gewählten Aktien-ETFs mehr als 2.400 Aktien in über 45 Ländern und orientieren sich am Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Industrieländer. Die Anleihenfonds, in die Growney ( Zum Testbericht)-Kunden investieren, umfassen europäische Unternehmens- und Staatsanleihen mit kurzen Laufzeiten und dienen im Wesentlichen der Reduzierung des Anlagerisikos. „Wir investieren für unsere Kunden kostengünstig in ganze Märkte. Dadurch streuen sie ihr Kapital weltweit in verschiedene Aktien und Anleihen“, erklärt Gerald Klein, Gründer und Geschäftsführer von Growney.

Vorteile der digitalen Geldanlage

Robo-Advisors wie Growney übernehmen die Konstruktion von Portfolios. Sie sind meist deutlich günstiger als die klassischen Verwalter der Offlinewelt. Die Software der Geldroboter klopft bei den Kunden wichtige Punkte wie Anlagehorizont und Risikoneigung ab, um das passende Depot zusammenzustellen. Anhand der Angaben der Nutzer empfiehlt das Programm dann zum Beispiel einen Mix aus börsengehandelten Indexfonds (ETFs) aus Aktien und Anleihen. Die Geldanlage per Robo-Advisor eignet sich sowohl für erfahrene Anleger als auch für Einsteiger. Die Kunden müssen dabei die Finanzmärkte nicht ständig im Blick haben, um zu investieren. Dies übernehmen computerbasierte Systeme. Wie das Portfolio dann im Einzelnen bestückt wird, bestimmt ein Algorithmus.

Automatische Anpassung

Ein gutes Portfolio zeichnet sich nicht nur durch die gekonnte Auswahl der Vermögenswerte aus. Genauso wichtig ist es, das Verhältnis von Rendite und Risiko im Gleichgewicht zu halten. So können sich Aktien und Anleihen im Anlegerdepot unterschiedlich entwickeln, so dass die Zusammensetzung nicht mehr dem angestrebten Risikoniveau entspricht. Ein Beispiel: Wenn ein Anleger die „grow50“-Anlagestrategie wählt – bestehend zu jeweils aus 50 Prozent Aktien und Anleihen –, kann es durch unterschiedliche Wertentwicklungen dazu kommen, dass sich der Depotwert beispielsweise nach einem Jahr aus 55 Prozent Aktien und 45 Prozent Anleihen zusammensetzt. Damit unsere Kunden das von ihnen gewählte Risiko beibehalten, stellen wir die ursprüngliche Zusammensetzung wieder her. Diesen Prozess bezeichnet man als Rebalancing.

Günstig Investieren

Ein wichtiges Kriterium bei der Anbieterauswahl sind die Nebenkosten. Die jährliche Gebühr liegt bei den Online-Vermögensverwaltern etwa zwischen 0,4 und einem Prozent der Anlagesumme. Hinzu kommen noch Transaktionskosten und Kosten für Indexfonds, die in der Regel zwischen 0,2 und 0,4 Prozent betragen. Anleger müssen im Übrigen kein Vermögen besitzen, um die Dienste der Geldroboter nutzen zu können. Statt einer größeren Summe können sie per Fondssparplan regelmäßig einen kleinen, festen Betrag investieren, ohne übermäßige Risiken einzugehen. Beispielsweise monatlich 50 oder 100 Euro.

Unabhängig davon, für welche Investmentlösung Sie sich entscheiden. Bei Growney haben Kunden die Möglichkeit, kostengünstig und transparent zu investieren – ohne dabei Investmentprofis sein zu müssen.

Hinweis: Dieser Text entstand in Zusammenarbeit mit Growney. Andere Robo-Advisors bieten einen vergleichbaren Service an.

growney Testbericht

Bei growney ragen vor allem die Bereiche Kosten und Service heraus. Gerade mit sehr niedrigen Servicegebühren (ab 50.000 €) und einem weitreichenden und sehr kundenfreundlichen Serviceangebot kann der Robo-Advisor punkten. Das Angebot von growney ist mit fünf Anlagestrategien zufriedenstellend aber ausbaufähig.

4.5

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Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin „Der Aktionär“ tätig. Im Anschluss schrieb er mehr als vier Jahre für das Verbraucherportal biallo.de und einige Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extra-funds.de und das EXtra Magazin.