Start ETF-News Gewinne erzielen mit Dollar, Euro, Yen & Co.

Gewinne erzielen mit Dollar, Euro, Yen & Co.

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Mit ETCs (Exchange Traded Currencies) können Anleger auf die Wertentwicklung von Währungen setzen. Dies ist unter Rendite- und Diversifikations-Aspekten eine vielversprechende Strategie.

Diversifikation ist Trumpf – gemäß diesem Motto sollten Anleger vor allem während unsicherer Börsenzeiten investieren. Konkret bedeutet dies, auf mehrere Vermögensklassen zu setzen, die nicht oder nur geringfügig miteinander korrelieren. Optimal umsetzen lässt sich solch eine Strategie mit ETFs, die unter anderem Aktien-, Anleihen- und Rohstoff-Indizes abbilden. Wer zudem von Trends am Devisenmarkt profitieren möchte, kann sein Depot mit ETCs (Exchange Traded Currencies) bestücken. Diese bilden Indizes ab, die wiederum Wechselkursveränderungen zwischen zwei Währungen abbilden.

Ein ETC für Pfund-Bären

Zahlreiche ETCs hat bislang ETF Securities auf den Markt gebracht. Diese sind meist zu 100 Prozent durch Nullkuponanleihen besichert, die auf einem Treuhandkonto hinterlegt sind. Ein Manko ist jedoch, dass nur ein Teil davon in Deutschland gehandelt wird. Auf Xetra und an den Wertpapierbörsen in Frankfurt und Stuttgart handelbar ist unter anderem der MSFX Short British Pound/Euro Index ETC (ISIN: DE000A1DFSD5). Der diesem ETC zugrunde liegende Index bildet Wechselkursveränderungen zwischen dem Britischen Pfund und dem Euro ab. Verliert das Britische Pfund im Vergleich zu der europäischen Gemeinschaftswährung an Wert, steigt der Index. Im umgekehrten Fall verbucht er Wertverluste. Die Abkürzung MSFX im Namen dieses ETCs steht übrigens für Morgan Stanley Foreign Exchange-Index. Insgesamt 18 solcher Währungspaar- Indizes wurden im vergangenen Jahr aufgelegt.

… und zwei für Euro-Bullen

Mit dem MSFX Short Swiss Franc/Euro Index ETC (ISIN: DE000A1DFSB9) können Anleger von einer Aufwertung des Euro im Vergleich zum Schweizer Franken profitieren. Eine solche Entwicklung ist mittelfristig durchaus möglich, da die Schweizer Nationalbank durch Interventionen am Devisenmarkt einer weiteren Aufwertung des Franken in Relation zum Euro entgegenwirken dürfte. Laut Vermögensverwalter Dr. Alexander Seibold dürfte sich der Euro auf Sicht von drei bis sechs Monaten auch gegenüber dem US-Dollar erholen. Dieses Szenario würde den Wert des ETFS Long EUR Short USD ETC (ISIN: JE00B68GS416) nach oben treiben, der leider nur an der Börse in London gehandelt wird.

Aussichtsreiche Strategie

Eine Alternative für Anleger, die nicht auf einzelne Währungstrends setzen möchten, ist der Currency Valuation ETF (ISIN: LU0328473748) von db x-trackers. Dessen Underlying bildet eine Strategie ab, bei der stets Long- Positionen auf drei unterbewertete Währungen und Short-Positionen auf drei überbewertete Währungen offen sind. Erreicht wird dies, indem 3-Monats- Terminkontrakte auf insgesamt sechs der zehn weltweit wichtigsten Währungen gekauft beziehungsweise verkauft werden. Die Zusammensetzung des Index wird einmal pro Quartal überprüft und gegebenenfalls verändert. Seit Jahresbeginn hat sich der Strategie-ETF um rund 4,9 Prozent verteuert.

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