Global ETP Landscape Report: Weltweit verbuchten ETPs im April Nettomittlezuflüsse in Höhe von 11,1 Mrd. USD.
Der ETP Landscape Report zeigt monatlich Trends der ETP-Branche auf.

Der BlackRock ETP Landscape Report ist eine monatliche Auswertung über weltweite Trends in der ETP-Branche. Das EXtra-Magazin kommentiert diese Entwicklungen.

ETP Landscape Report: Monat September

ETPs verbuchten im September weltweite Zuflüsse in Höhe von 42,6 Milliarden US-Dollar. Besonders kräftig zulegen konnten dabei ETPs auf US- und Schwellenländer-Aktien sowie auf festverzinsliche Wertpapiere. Insgesamt flossen so seit Jahresbeginn 358,2 Milliarden US-Dollar neu in ETFs. Das ergibt sich aus dem Global ETP Landscape Report September von BlackRock.

Die US-Kapitalzuflüsse erhöhten sich auf 31 Milliarden US-Dollar. Dies ist fast doppelt so viel wie im vergangenen Monat. Gestützt wurde dieser Zuwachs vor allem durch kräftige Lohn- und Beschäftigungszuwächse. Der Schwerpunkt lag auf US-Large Caps mit 15,4 Milliarden US-Dollar, Small Caps mit 4,2 Milliarden US-Dollar und Aktiensektoren mit 3,9 Milliarden US-Dollar. Besondere Zuflüsse gab es dabei in den Sektoren Gesundheitswesen mit 2,6 Milliarden US-Dollar und Finanzen mit 1,4 Milliarden US-Dollar. Technologie-ETFs hingegen standen auf der Verkaufsliste (- 0,9 Milliarden US-Dollar).

ETPs auf europäische Aktien wenig gefragt

Die Zuflüsse in Aktienmärkte der Schwellenländern kletterten trotz anhaltender Handelsspannungen auf 3,4 Milliarden US-Dollar und konzentrierten sich dabei vor allem auf chinesische Aktien (3,0 Milliarden US-Dollar. ETFs auf japanische Aktien legten ebenfalls um 1,0 Milliarden US-Dollar zu, da die Bank of Japan ihren optimistischen Ausblick beibehielt.

Die Zuflüsse in europäische Aktien gingen hingegen zurück (0,2 Milliarden US-Doller), wobei Abflüsse aus paneuropäischen Aktienengagements von 1,0 Milliarden US-Dollar durch Zuflüsse in europäische Safe-Haven-Länderfonds einschließlich Deutschland mit 0,2 Milliarden US-Dollar ausgeglichen wurden.

Die Zuflüsse in Anleihen-ETFs erwiesen sich mit neun Milliarden US-Dollar als relativ stabil. Die meisten Anlagegelder flossen dabei trotz einer allseits erwarteten Zinserhöhung der Federal Reserve (Fed) und Aussichten auf einen weiteren Anstieg bis Jahresende in Investment-Grade-Unternehmensanleihen (3,3 Milliarden US-Dollar), US-Staatsanleihen (2,8 Milliarden US-Dollar) sowie Schwellenländerbonds (1,7 Milliarden US-Dollar).

Verkäufe bei Gold-ETPs

Rohstoff-ETFs standen hingegen vorwiegend auf der Verkaufsliste. Anleger trennten sich dabei vor allem von Gold- sowie Agrar-ETFs. Es war der vierte monatliche Abfluss in Folge. Hintergrund für die Abflüsse sind steigende Zinsen und ein stärkerer Dollar.

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Uwe Görler ist seit dem Jahr 2011 Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“, die Online-Plattform extra-funds.de und diverse Medienprojekte der Isarvest GmbH rund um das Thema ETFs und Robo-Advisors. Davor schrieb der gebürtige Dresdner in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und verfasste Beiträge zu den Themenbereichen Wirtschaft & Finanzen sowie Gesundheit für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.