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Globales ETF-Wachstum verlangsamte sich im März

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Die ETF-Branche verzeichnete im März erneut weltweit eine starke Nachfrage. Die Nettozuflüsse beliefen sich im globalen ETF-Markt auf elf Milliarden US-Dollar. Das ergibt sich aus dem Deutsche Bank ETF-Report März 2014.

Allerdings geht damit das Wachstum gegenüber dem Vormonat deutllich zurück. Im Februar betrugen die weltweiten Zuflüsse noch 27 Millliarden Dollar. Dennoch erreichten das verwaltete Vermögen der globalen ETF-Branche einen neuen Höchststand von 2,3 Billionen Dollar.

Die Zuflüsse gingen im März zum überwiegenden Teil auf das Konto von Aktien-ETFs (13,7 Milliarden Dollar). Aber auch Rohstoff-ETPs erfreuen sich steigender Beliebtheit. Ihnen flossen im März 850 Millionen Dollar zu. Verlierer waren laut dem Deutsche Bank-Report Renten-ETFs. Sie mussten Abflüsse in Höhe von 3,1 Milliarden Dollar hinnehmen. Der amerikanische ETF-Markt verbuchte dabei mit 10,9 Milliarden Dollar die höchsten Zuflüsse. Dabei standen fast ausschließlich Aktien-ETFs auf der Kaufliste. Ihnen flossen 16,8 Milliarden Dollar zu, während Investoren aus Renten-ETFs sechs Milliarden Dollar abzogen. Genau das umgekehrte Bild zeigte sich am asiatischen ETF-Markt. Dort zogen Anleger per Saldo im März 1,5 Milliarden Dollar ab. Dabei flossen Renten-ETFs 264 Millionen Dollar zu, aus Aktien-ETFs dagegen 1,7 Milliarden Dollar ab. Der europäische ETF-Markt verbuchte per Saldo Zuflüsse in Höhe von 1,2 Milliarden Dollar.

Europäischer ETF-Markt Zu-/Abflüsse Aktien:

Aus in Europa gelisteten Aktien-ETFs flossen per Saldo im März fast eine Milliarde Euro ab. Im Februar gab es hier noch Zuflüsse in Höhe von knapp 1,5 Milliarden Euro. Die Abflüsse betrafen dabei am stärksten die Aktienmärkte aus den Industrieländern, aus denen 1,15 Milliarden Euro abflossen. Aber auch aus ETFs auf Schwellenländer verloren 148 Millionen Euro. Mit einer Milliarde Euro war der Euro STOXX 50 von den Abflüssen am stärksten betroffen. Nach der guten Entwicklung am europäischen Aktienmarkt im Februar nahmen die Investoren hier Gewinne mit, folgern die Experten von Deutsche Bank Research. Im Gegenssatz dazu erfreuten sich Aktien-ETFs auf südeuropäische Staaten erneut großer Beliebtheit. Gegenüber Februar verdoppelten sich die Zuflüsse sogar noch auf 550 Millionen Euro. Seit die konjunkturellen Frühindikatoren in diesen Ländern im Oktober 2013 eine scharfe Trendwende zum Positiv vollzogen, flossen Südeuropa-ETFs monatlich im Schnitt 374 Millionen Euro. Die Verschiebung der Präferenz hin zu Südeuropa blieb auch im März nicht allein auf die in Europa gelisteten ETFs begrenzt. Sondern dies galt auch für die am amerikanischen Markt notierten ETFs. Zwischen Oktober 2013 und März 2014 lagen dort die Zuflüsse im Monatsdurchschnitt bei 230 Millionen Dollar.

Trotz guter Aktienmarktentwicklung in den Schwellenländern zogen Investoren aus breit aufgestellten Emerging-Market-ETFs insgesamt 104 Millionen Euro ab. Auf Länderebene verbuchte China mit 85 Millionen Euro die höchsten Abflüsse.

Renten

Anders als bei Aktien-ETFs konnten europäische Renten-ETFs im März Zuflüsse verbuchen. Ihnen flossen wie schon im Februar erneut 1,9 Milliarden Euro zu. Stärkste Segmente waren nach Angaben der Analysten von Deutsche Bank Research wie bereits in den Vormonaten ETFs auf Unternehmensanleihen mit einem Zufluss von 950 Millionen Euro und Staatsanleihen-ETFs mit einem Plus von fast 600 Millionen Euro.

Rohstoffe

Auch die am europäischen Markt gelisteten Rohstoff-ETPs standen im März auf der Einkaufsliste der Investoren. Insgesamt flossen ihnen 343 Millionen Euro zu. Die größten Zuflüsse entfielen hier mit 176 Milionen Euro auf Edelmetall-ETPs. Am beliebtesten dabei waren Gold-ETPs, wo Anleger 81 Millionen Euro investierten, und Silber-Produkte mit Plus 53 Millionen Euro.

Beliebteste Indizes

Auf der Aktienseite standen vor allem ETFs auf südeuropäische Aktienmärkte wie den italienischen Aktienindex FTSE/MIB oder den spanischen IBEX im Fokus der Anleger. Dazu kamen ETFs auf verschiedene breit gestreute Indizes wie den S&P 500 oder den DAX. Auf der Verkaufsliste ganz oben standen Produkte auf den Euro STOXX 50.

Im Anleihebereich haben Anleger wie schon im Vormonat Indizes auf Corporate- und Sovereign-Bond-Indizes favorisiert. Dazu kam ein ETF auf Schwellenländerbonds. Die beiden db X-trackers ETFs auf höher verzinsliche Investment-Grade-Staatsanleihen aus der Eurozone, iBoxx Euro Sovereigns Eurozone Yield Plus Index UCITS ETF und iBoxx Sovereigns Eurozone Yield Plus 1-3 UCITS ETF, zählten wie in den vergangenen Monaten zu den Produkten mit den höchsten Zuflüssen (insgesamt 444 Millionen Euro seit Jahresanfang)

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Uwe Görler ist seit fünf Jahren Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“ und das „Portfoliojournal“. Davor schrieb er in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und schrieb Beiträge für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.