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Gold: Chance auf´s Comeback?

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Bereits den fünften Monat in Folge büßte der Goldpreis im Februar ein. Das entspricht der längsten Verlustserie seit dem Jahr 1997. Während der letzten Handelstage gelang es Gold aber zunehmend, sich zu stabilisieren.

 Auch die Dauer der Negativ-Serie spricht zumindest für eine Stabilisierung.Hinzu kommt, dass weder die Probleme rund um den US-Haushalt noch die verzwickte Lage in Europa gelöst sind.

Gold-Produzenten haben die Lehren gezogen

Eine besondere Stellung nehmen Goldproduzenten ein. Diese entwickelten sich während der vergangenen Jahre stets im Schatten des Edelmetalls. Der Grund: Aufgrund von Vorwärtsverkäufen konnten viele Goldminen von steigenden Goldpreisen nicht profitieren. Außerdem hatten viele Goldförderer die Überzeugung, möglichst viele potenzielle Minen zu kaufen. Da es mitunter Jahre dauert, bis eine Goldliegenschaft zur Mine wird und nicht selten hunderte Millionen Euro verschlingt, konnte der Markt nur wenig mit Goldproduzenten anfangen. Inzwischen haben die Unternehmen aber offenbar umgedacht.

Förderer noch immer profitabel

Ende Februar kündigten mit Barrick Gold und Goldcorp die beiden größten Produzenten Kanadas an, künftig die echten Förderkosten bekanntgeben zu wollen. So soll das Vertrauen der Anleger zurückgewonnen werden. Bislang gaben Goldminen lediglich Cashkosten bekannt. Dieser Wert liegt in der Regel deutlich unter den neuen „All-in-Kosten“ und gibt wenig Aufschluss über die Rentabilität von Goldproduzenten. Es wird erwartet, dass bald weitere Unternehmen sämtliche Kosten offenlegen. Bei Barrick und Goldcorp liegen die umfassenden Förderkosten derzeit je Unze bei 941 US-Dollar – der Goldpreis steht nach seinen Kursverlusten derzeit bei 1570 US-Dollar.

Dividende statt Liegenschaften

Auch in anderen Bereichen haben die großen Goldförderer während der vergangenen turbulenten Monate umgedacht: Statt immer neue Liegenschaften zu kaufen, die möglicherweise erst in vielen Jahren ökonomisch interessant werden, schütten Goldförderer zunehmend höhere Dividenden aus. Auch dies könnte Anleger überzeugen. Statt einer Wette auf die Zukunft werden Goldförderer-Aktien dadurch immer mehr zu einem regelmäßigen Renditebringer. Gerade in Zeiten, in denen Dividenden-Aktien beliebt sind, kein schlechter Schachzug.

Gold am Boden

Der Amex Gold Bugs Index, der die größten Goldförderer der Welt vereint und zu dem auch Barrick und Goldcorp gehören, musste während der vergangenen Monate kräftig Federn lassen. Inzwischen sehen aber selbst Investoren mit einer kritischen Distanz zu Gold-Investments die Minenbetreiber als unterbewertet an. Mit dem RBS Market Access NYSE Arca Gold BUGS ETF (WKN: A0MMBG) können risikobewusste Anleger passiv in die größten Goldproduzenten investieren. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,65 Prozent. Anleger, die auch künftig davon ausgehen, dass sich das gelbe Edelmetall besser entwickeln wird als seine Förderer, können zum Beispiel Anteile des SPDR Gold Trust (WKN: A0Q27V) kaufen. Die Gesamtkostenquote liegt hier bei 0,4 Prozent.

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