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Gold steht bei Anlegern hoch im Kurs

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Gold sollte in keinem diversifizieren Depot fehlen. Es bietet attraktive Renditechancen, korreliert kaum mit Aktien und gewährt Schutz vor Inflation und Krisen aller Art. Zuletzt hat vor allem die Eigenschaft als „sicherer Hafen“ den Preis für das knappe Metall auf neue Rekordhöhen jenseits der 900-Dollar-Marke getrieben. Inflationsbereinigt ist Gold jedoch noch weit von seinen Höchstständen entfernt. Real müsste die Unze rund 1900 Dollar kosten, um sich mit dem Niveau der frühen 1980er Jahre messen zu lassen. Solche Höhen werden nicht von heute auf morgen zu erklimmen sein. Aber: Die Mehrheit der Goldexperten sieht noch erhebliches Potenzial.

Die Frage lautet also nicht ob, sondern wie eine Investition in Gold erfolgen soll. Der Kauf von Goldschmuck, Goldmünzen oder Goldbarren  sowie die anschließende Lagerung in den „eigenen vier Wänden“ ist umständlich, mit hohen Transaktionskosten verbunden und nicht ungefährlich.

Den Wünschen des Investors nach einer flexiblen, sicheren und kostengünstigen Goldanlage entsprechen Exchange Traded Commodities (ETCs). Wie ETFs sind ETCs flexibel über die Börse handelbar; durch die hohe Liquidität ist ein Kauf und Verkauf während der üblichen Börsenhandelszeiten jederzeit möglich. Ein weiterer Vorteil sind die niedrigen Kosten. Der Unterschied zu Exchange Traded Funds: Bei ETCs handelt es sich – rechtlich gesehen – nicht um Fonds, sondern um Schuldverschreibungen des Emittenten. Damit ähneln sie zwar Zertifikaten. Allerdings werden ETCs anders als Open-end-Zertifikate in der Regel physisch mit den Basiswerten gesichert.

Mit mehr als 100 Tonnen physisch deponiertem Gold gehört der Lyxor GBS (Gold Bullion Securities) zu den größten Gold-ETCs (ISIN: DE000A0LP781). Jeder an der Börse notierte Anteil ist durch ein Zehntel einer Unze besichert. Market Maker stellen die Liquidität sicher. „Damit können Lyxor GBS so einfach gehandelt werden wie Aktien“, erklärt Thomas Meyer zu Drewer, Deutschlandchef Lyxor Exchange Traded Funds – die Investmentgesellschaft übernimmt den Vertrieb des Lyxor GBS in Deutschland.

Die jährliche Managementgebühr von 0,4 Prozent hält der Lyxor-Manager im Vergleich zu den Kosten für den Besitz von physischem Gold in Form von Goldbarren oder Goldmünzen für überaus günstig. Und was den Tracking Error betrifft, so Meyer zu Drewer, sei die Differenz zwischen dem Preis eines Lyxor GBS und dem des hinterlegten physischen Goldes minimal. GBS würden daher die Entwicklung des Goldpreises nahezu eins zu eins abbilden. Das GBS-Gold wird übrigens in den Tresoren der HSBC in London verwahrt. Die Bestände werden nicht verliehen. Der  Anteilsinhaber kann sich daher gegen Zahlung einer Gebühr seinen verbrieften Gold-Anteil ausliefern lassen.

Gold-ETCs bieten eine flexible, günstige und transparente Möglichkeit, um in Gold zu investieren. Bei Anlegern werden sie immer beliebter. Weltweit sind in diesen Produkten schon mehr als 900 Tonnen hinterlegt. Das ist mehr Gold als zum Beispiel bei der chinesischen Zentralbank oder der Bank of Japan in den Tresoren liegt.

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