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Index im fokus: FTSE/Xinhua China 25

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Um einen China-Index auszuwählen, sollten Investoren das chinesische Aktien-ABC beherrschen.

China macht Schlagzeilen. Das „Reich der Mitte“ hat Japan als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt abgelöst, Deutschland die Krone des Export-Weltmeisters abgenommen und bekommt nun auch mehr Macht im Internationalen Währungsfonds (IWF). Für Anleger war dieser Markt lange nur schwer zugänglich. Eine einfache Möglichkeit, mit dem chinesischen Drachen mitzufliegen, sind seit einiger Zeit jedoch Indexprodukte.

Inzwischen steht sogar eine ganze Reihe China-Barometer zur Auswahl, die sich Anleger via Indexzertifikat oder ETF ins Depot holen können. Hintergrund: In der Volksrepublik werden mehrere Aktien-Kategorien unterschieden – je nach Firmensitz, Handelsplatz und Investitionsmöglichkeit. Dabei versteht man unter A-Aktien Anteilscheine, die nur Chinesen mit Wohnsitz in China und einigen ausländischen Institutionen zugänglich sind. B-Aktien dürfen dagegen von Chinesen und Ausländern erworben werden. Sie werden in Shanghai und Shenzhen gehandelt. Bevor die beiden Festlandbörsen 1990 eröffneten, galt Hongkong als Tor zum „Reich der Mitte“. Dort werden auch heute noch wichtige Gradmesser für die chinesische Wirtschaft wie der Hang Seng-Index berechnet, und Hongkong gilt weiterhin als eine der wichtigsten Finanzmetropolen der Welt. Auf dem etablierten Parkett in der Sonderverwaltungszone unterscheidet man ebenfalls verschiedene Aktien-Segmente: Als Red Chips gelten Titel der Konzerne, die in Hongkong gelistet sind, ihren Firmensitz dort haben, jedoch hauptsächlich in China operieren. H-Aktien dagegen sind zwar in Hongkong notiert, haben ihren Sitz aber auf dem chinesischen Festland.

Die vielen China-Indizes unterscheiden sich vor allem darin, welche dieser China-Aktien sie abbilden. Dabei konzentriert sich beispielsweise der FTSE/Xinhua China 25 Index auf die H-Aktien und Red Chips der Börse Hongkong. Im Scope Index-Rating erhält die Benchmark, die von einem Joint Venture der Xinhua Finance und der FTSE Gruppe berechnet wird, drei Sterne. Sie spiegelt die nach Free Float-Marktkapitalisierung größten Titel wider. Die Gewichtung wird quartalsweise angepasst. Um ein Klumpenrisiko zu vermeiden, wird dabei auch die Kappung einzelner Titel auf maximal zehn Prozent vorgenommen. Schwergewichte sind China Mobile, die China Construction Bank sowie die Industrial and Commercial Bank of China mit zusammen rund 27 Prozent. 2010 notiert der Index bislang mit 2,2 Prozent leicht im Plus. Auf Fünf- Jahres-Sicht stehen 116 Prozent unter dem Strich. Da der Index in US-Dollar berechnet wird, sollten Anleger das Währungspaar Euro/US-Dollar im Auge behalten.

Dieser Artikel wurde der Analysis Kompakt Nr. 11 von Scope entnommen.

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